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Erst stolpern, dann nachdenken

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Stolpersteine
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Stolpersteine im Bürgersteig vor einem Haus erinnern an Menschen, die einst dort gelebt haben. Foto: Britta Pedersen/dpa Foto: dpa

Meistens sieht man sie erst auf den zweiten Blick: kleine viereckige Steine aus glänzendem Metall mitten im Bürgersteig. Manchmal tritt man fast drauf. Dann sieht man, dass in die Steine Namen eingraviert sind. Die Steine heißen Stolpersteine. Sie erinnern an vielen Orten in Deutschland an Menschen, die einst in dem Haus gewohnt haben, vor dem er eingesetzt wurde.


Diese Menschen haben ihre Wohnung nicht freiwillig verlassen. Damals waren die Nazis in Deutschland an der Macht. Sie verfolgten vor allem Juden. Das Judentum ist eine Religion. Die Namen auf den Stolpersteinen gehören Menschen, die vor etwa 70 Jahre weggebracht und meist getötet wurden.

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Jetzt wurde zum ersten Mal außerhalb von Europa eine Art Stolperstein verlegt: in einer Schule im Land Argentinien in Amerika. Dort erinnert jetzt eine Schwelle an die Deutschen, die damals vor den Nazis dorthin flüchteten. Sie fanden in der Schule eine neue Heimat.