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Ermittlungen gegen Dr. Roland Baier eingestellt

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Berchtesgaden (av) – Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat am 18. März die Ermittlungen gegen den Leiter des Nationalparks Berchtesgaden Dr. Roland Baier wegen Strafvereitelung eingestellt.


Dem Leiter wurde vorgeworfen, eine Strafvereitelung im Amt begangen zu haben, weil er tier- und jagdschutzrechtlich relevante Sachverhalte im Nationalpark nicht zur strafrechtlichen Ermittlung an die Behörde gemeldet habe.

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Es geht um die angebliche Erlegung von acht Rotwild-Muttertieren am Königssee, ohne dass auch die Kälber erschossen worden seien (wir berichteten). Die Staatsanwaltschaft begründet die Einstellung des Verfahrens damit, dass ein hinreichender Tatverdacht bezüglich einer Strafvereitelung im Amt nicht gegeben ist. Ein weiterer Vorwurf lautete, der Leiter hätte nicht für regelmäßige und flächendeckende Wildfütterungen im strengen Winter 2018/2019 gesorgt. Hierzu schreibt das Gericht in seiner Begründung, die Vorwürfe von Christian Blas vom Verein »Allianz für Wildtiere« seien »pauschal, erfolgen ins Blaue hinein, beschränken sich auf bloße Behauptungen und sind nicht geeignet, einen Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten zu begründen«.

Blas will nun nach eigener Aussage Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft München einlegen. Die Bilder des Vereins »Wildes Bayern« von toten Hirschkälbern am Königssee (siehe Foto) hatten die Diskussion um die Jagdpraxis der Nationalparkverwaltung ins Rollen gebracht. Wir berichten fortlaufend über dieses Thema. (Foto: privat)