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Entscheidung von Fall zu Fall

Bischofswiesen - Grundsätzlich hatten die Bischofswieser Gemeinderäte Verständnis für das Anliegen von Bernhard Oeggl (CSU), der bei Straßen- und Kanalbauarbeiten in Bischofswiesen die Verlegung von Leerrohren fixiert haben wollte. Am Ende der Diskussion über seinen Antrag einigte man sich am Dienstag aber auf eine abgeschwächte Variante: Die Verlegung von Leerrohren soll von Fall zu Fall entschieden werden.

Bernhard Oeggl gefiel es nicht, dass immer wieder neu asphaltierte Straßen aufgerissen werden, weil nachträglich irgendwelche Kabel verlegt werden müssen. Vor allem befürchtet der Bischofswieser, dass dies im Zuge der Notwendigkeit schneller Internetverbindungen zunehmen wird. Durch die Verlegung von Leerrohren bei Arbeiten in der Straße könnte man, so Oeggls Gedanke, künftig zahlreiche Aufgrabungen vermeiden. Die Kosten für die Verlegung von Leerrohren belaufen sich laut Oeggl auf durchschnittlich rund 1 Prozent der Gesamtbaukosten.

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Laut Bürgermeister Toni Altkofer muss die Gemeinde für die Investition bei Leerrohrverlegungen selbst aufkommen. Firmen, die später vielleicht einmal diese Rohre nutzen, würden das auf Kosten der Gemeinde tun. »Außerdem wissen wir gar nicht, welcher Bedarf vielleicht in fünf oder zehn Jahren besteht. Es besteht also die Gefahr, dass diese Rohre gar nicht genutzt werden.« Auch Gemeindebaumeister Hans Keisinger zeigte sich skeptisch: »Wenn man die Spartenträger im Vorfeld von Straßenbauarbeiten anschreibt und ihnen mitteilt, dass die Möglichkeit zur Verlegung von Kabeln oder Leerrohren besteht, dann hört man meist gar nichts.«

Das Anliegen Bernhard Oeggls stieß im Gemeinderat grundsätzlich auf Verständnis, wie die anschließende kurze Diskussion zeigte. Aufgrund der beschriebenen Probleme folgte man dann aber doch einstimmig dem Vorschlag des Bürgermeisters. Altkofer hatte angeregt, dass bei Aufgrabungen von Fall zu Fall über die Verlegung von Leerrohren entschieden werden soll. UK