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Endlich eine Kletterwand

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Ein wenig mussten die Schülerinnen und Schüler der Schneewinklschule noch warten, ehe sie klettern durften. Zuvor gaben Pater Kajetan Filipowicz (r.) und Pfarrer Christian Gerstner noch den kirchlichen Segen. Foto: Anzeiger/kp

Schönau am Königssee - Große Freude bei den Grundschülern: Bei einem feierlichen Festakt konnte am Montag eine neue Kletter- und Boulderwand in ihrer Schule in Schönau am Königssee eingeweiht werden. Finanziert wurde diese durch zahlreiche Spenden, die der Elternbeirat und der Förderverein gesammelt hatten: Knapp 5 000 Euro waren zusammengekommen. Neben Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Vonderthann waren Pfarrer Christian Gerstner und Pater Kajetan Filipowicz gekommen, die den kirchlichen Segen gaben.


Die Stimmung unter den Schülerinnen und Schülern war überschwänglich. Kein Wunder, hat die Grundschule nun ihre eigene, lange herbeigesehnte Kletter- und Boulderwand an der Außenwand des Schulgebäudes. Drei Meter hoch ist diese, acht Meter lang, inklusive Überhang. Zahlreiche Klettergriffe, die in Zusammenarbeit mit dem Bergsteigerhaus Ganz montiert wurden, sorgen für ein abwechslungsreiches Vergnügen, das auf Wunsch mit neuen Routen versehen werden kann.

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Schulleiterin Anita Weindl freute sich über die neue Errungenschaft: »Das Klettern erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Jetzt ist es auch bei uns in der Schule möglich.« Der Elternbeirat habe es sich zur Aufgabe gemacht, ein kleines Kletter- und Boulderparadies zu schaffen. »Wir fanden die Idee prima«, so Weindl. Sie bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz seitens des Elternbeirats sowie des Fördervereins, der ganze Arbeit geleistet habe.

»Besonderer Dank gilt den Sponsoren«, so die Schulleiterin. 5 000 Euro waren zusammengekommen, die direkt in die Wand gesteckt wurden. 1 000 Euro kamen von der Sparkasse Berchtesgadener Land, weitere 1 000 Euro stifteten die Damen des Frauenbundes Unterstein, die das ganze Jahr über basteln und ihre Arbeiten zu Ostern und vor Weihnachten verkaufen. Und jeweils weitere 500 Euro gaben die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, Michael Wagner von der Stiftung »Kinderlachen«, der Förderverein Kindergarten und Bernd Kubicke von der Bachmeier GmbH & CO KG in Ramsau. Aufgefüllt haben den Finanztopf noch mehrere Kleinspender.

Katja Springl, Vorsitzende des Fördervereins und des Elternbeirats, sagte, dass die Wand, die oberhalb eines Kiesbettuntergrunds angebracht wurde, ganz ohne menschliche Aufsicht auskomme. Nach ein wenig Überzeugungsarbeit habe die Schulleitung und die Gemeinde den Bedarf erkannt und die Zustimmung erteilt. »Weil es gerade in der Wachstumsphase sehr wichtig ist, unseren Kindern den Spaß an der Bewegung zu vermitteln«, so Springl.

So schult das Klettern nicht nur die Konzentration, sondern fördert auch die Beweglichkeit und gibt Kraft für eine bessere Körperspannung. Bereits vor zwei Jahren sei an der Grundschule eine interne Umfrage durchgeführt worden, in der man zum Ergebnis kam, dass es der größte Wunsch der Kinder war, eine eigene Kletterwand zu haben. Der Sandkasten, damals auf Platz zwei, sei inzwischen ebenso verwirklicht worden, so Springl.

Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Vonderthann sagte, dass Kinder das höchste Gut seien, das eine Gemeinde habe. Mit der Kletterwand leiste man einen weiteren kleinen Beitrag, um sich bestens für die Grundschüler und -schülerinnen einzusetzen. Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung lieferten Schüler auf Trompeten und Flöten. Gemeinsam hatten sie ein Lied eingeübt, in dem sie sich bei allen Verantwortlichen für die Unterstützung bedankten.

Pfarrer Christian Gerstner und Pater Kajetan Filipowicz sprachen zum Schluss den kirchlichen Segen aus. Die Fürbitten wurden von Grundschülern vorgetragen. Ab sofort steht die Kletter- und Boulderwand zur freien Verfügung für die sportlichen Jungspunde. kp