weather-image

Eiskalte Gesundheitsgaudi

3.7
3.7
Bildtext einblenden
Jetzt wird es ernst: Es gilt die Zähne zusammen zu beißen. (Fotos: Jörg Tessnow)
Bildtext einblenden
Gruppenfoto der Mitwirkenden. (Foto: privat)
Bildtext einblenden
Eisig kalt, aber gut für die Durchblutung: Ein Eisbad im Königssee.

Schönau am Königssee – 3,5 Grad Celsius Wassertemperatur – 6 Grad Lufttemperatur: perfektes Badewetter also. Für einen Gesundheitskick oder eine Kneippkur, wohlgemerkt. Am Sonntagnachmittag konnten sich die Teilnehmer von »Fit durch unser Gmoa« wieder ihren außergewöhnlichen Adrenalinkick verschaffen. Zum Finale der Aktivwochen bibberten rund 30 registrierte Schwimmer an der Seelände.


Es war die bereits fünfte Ausgabe des immer beliebter werdenden Gesundheitsprojekts. Dieses fand heuer ausnahmsweise nicht am Ufer des »Echostüberls« statt, da parallel der Bob-Weltcup ausgetragen wurde.

Anzeige

»Fit durch unser Gmoa« zog in diesem Jahr noch mehr Interessenten an als je zuvor. Unter dem Drei-Säulen-Thema »Ernährung, Bewegung, Entspannung« fokussierte sich das Programm heuer vom 13. bis 26. Januar auf das Motto »Auf Herz und Nieren«. Initiatorin Dr. Caren Lagler und Schönaus Bürgermeister Hannes Rasp sowie diverse Mitwirkende und Unterstützer im Programmhintergrund feierten das Finale mit dem abschließenden Badespektakel. Das Planschen im kalten Gewässer trauten sich trotzdem nur die ganz Coolen zu.

Bildtext einblenden
Eisig kalt, aber gut für die Durchblutung: Ein Eisbad im Königssee.

Rasp gab den Startappell. Per Mikrofon begleitete er die Wasserwacht vorab in das Nass. Anschließend verschlug es auch ihn zusammen mit den Mutigen in die »Fluten«. Zuvor mussten sich alle noch einem kleinen Bewegungs- und Gehirntraining stellen. Beim folgenden Einstieg in das eiskalte Wasser wurde noch gefeixt. Als es ans Schwimmen ging, zeigte sich manche Mine schon konzentrierter. Dennoch stiegen auch Maschkara in den See. Ein etwas skurriler Anblick. Die Enten waren bereits quakend aus ihrem heimischen Revier gepaddelt und schauten den Fremdlingen irritiert zu. Gegenüber rumpelten dazu noch die Viererbobs im Eiskanal um Tausendstelsekunden und ab und zu rauschten Applause herüber. Nach kurzer Zeit war dann die Seehierarchie wieder hergestellt – die Eindringlinge waren wieder an Land, tranken Dampfendes und vergnügten sich mit dem Loskauf für die Tombola.

Bildtext einblenden
Gruppenfoto der Mitwirkenden. (Foto: privat)

Selbstverständlich wurde das Eisbaden zur Stärkung des Immunsystems und zur Verbesserung der Durchblutung medizinisch betreut. Die Wasserwacht hatte alles im Blick und die Freiwillige Feuerwehr stand stets parat. Nach dem »Wasserschock« flitzten die gekühlten Gemüter in das vorbereitete Wärmezelt, »deckten« sich ein und schlüpften wieder in eine saisonalprobate Bekleidung. Zu guter Letzt durfte noch leicht »vibrierend« die Teilnehmerurkunde in Empfang genommen werden.

Und wie resümierte Dr. Caren Lagler die Gesundheitswochen? »Es war einfach super. Allein zur Eröffnung sind über 200 Leute gekommen. So gut frequentiert waren diese Wochen noch nie. Auch die einzelnen Kurse waren spitzenmäßig belegt. Ich freue mich sehr, dass das Programm auf so viel Interesse stößt.« Jörg Tessnow