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"Eishockey ist eine Schule fürs Leben" - Zu Gast bei den Eishockey-Kindern des DEC Inzell

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Foto: Wukits

Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart der Welt. „Es geht hin und her und es fallen viele Tore. Es ist reich an Action und der Mannschaftsgeist wird hochgeschrieben“, erklärt Christian Surauer, der sich zusammen mit Jiri Lupomesky um den Nachwuchs beim DEC Inzell kümmert.

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Rund 40 Kinder umfasst der gesamte Bereich von der U8 bis U14. „Es könnten mehr sein“, sagt Surauer. Wie in allen anderen Sportarten, fehlt es auch im Eishockey an Nachwuchs. Ab dem fünften bis sechsten Lebensjahr macht es Sinn, die Kinder auf das Eishockeyfeld zu schicken. Für die Anfänger werden Kurse angeboten. „Zunächst sollen sie Schlittschuh laufen lernen. Der Sport erfordert sehr viel an Koordination“, weiß der ehrgeizige Coach. Ob es mit der Karriere als Eishockeyspieler in einer Mannschaft was wird, entscheidet sich erst später. „Erst wenn Lust und Ehrgeiz zu spüren ist, weiß man, wo die Reise hingehen wird.“ Für Anfänger sind beim DEC Inzell Leihausrüstungen vorhanden. Für später gibt es durch die Zusammenarbeit mit Sportfirmen relativ günstige Ausrüstungen. Obwohl Eishockey ein sehr robuster und kampfbetonter Sport ist, sind Verletzungen eher selten. „Das Risiko ist weitaus geringer als zum Beispiel beim Fußball“, so Surauer.

Da in Inzell der Eisschnelllauf mit seinen Kadersportlern dominiert, profitieren auch die Eishockeyspieler davon. So gab es ein gemeinsames Training auf dem Eishockeyfeld. Manchmal wechseln Talente zum Eisschnelllaufen. Bestes Beispiel, Hubert Hirschbichler und Joel Dufter die es bis in den Weltcup geschafft haben. Auch Trainer Jiri Lupomesky betont, dass beim Einstieg zum Eishockey Schritt für Schritt wichtig ist. Die Bambini sollen zuerst sicher auf den Schlittschuhen stehen. Die Einheit mit Schläger und Puck kommt im Laufe der Zeit und damit auch die Positionen ob in der Abwehr, im Sturm oder im Tor. 

Eishockey ist eine Schule fürs Leben

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Simon ist in eines der Nachwuchstalente beim DEC und Torhüter. „Da ist man der Mittelpunkt der Mannschaft“, verrät der junge Goaly. Ins Schwitzen kommt er auch, erzählt er. „Ich bin immer in Bewegung und fahre in meinem Torkreis herum.“ Lukas macht als Stürmer den Torhütern das Leben schwer. „Du bist immer unterwegs, einmal nach Vorne, dann wieder nach Hinten. Es ist immer was los.“ Seine Stärke, er bereitet am liebsten die Tore vor. Tore verhindern müssen Leo und Tobias, beide sind  Abwehrspieler. „Ich darf bis zur blauen Linie, sonst ist es schwierig zurückzulaufen wenn der Gegner angreift“, erklärt Tobias. Leo, einer der Söhne von Christian Surauer hat die Eishockey-Gene vom Papa in die Wiege gelegt bekommen. Auch Leos Opa ist in Inzell bereits dem Puck hinterhergejagt. „Es macht Spaß, weil der Sport so schnell ist“, schwärmt Leo. Hans Schuhböck begleitet die Eishockeyspieler mental. Er sagt: „Was Hänschen nicht lernt, das lernt der Hans auch nicht mehr.“ Der Sport ist durch nichts zu ersetzen, so sein Credo. „Eine bessere Schulung für das Leben gibt es nicht. Eishockey fordert Teamfähigkeit, Integration, Respekt und man lernt auch mal zu verlieren.“

Mehr Infos zum Eishockey beim DEC Inzell gibt es bei: Gordon Baier: 0160 97963547 – Email – und auf Facebook.

Text: Siegi Huber
Fotos: Ernst Wukits