weather-image
-2°

Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Inzell: »Hoffen am Wochenende auf ein volles Haus«

0.0
0.0
Inzell
Bildtext einblenden
Er freut sich schon jetzt auf die Eisschnelllauf-WM 2019 in Inzell: Hubert Graf.

Die Vorfreude steigt: Vom 7. bis 10. Februar 2019 findet in der Inzeller Max-Aicher-Arena die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf statt. »Wir haben ja voraussichtlich gleich mehrere Inzeller Teilnehmer dabei«, verweist der stellvertretende OK-Chef Hubert Graf darauf, dass in Gabi Hirschbichler sowie Joel und Roxanne Dufter drei Sportler des DEC Inzell gute Aussichten auf die Teilnahme an ihrer Heim-WM besitzen. Es ist nach 2011 bereits die zweite WM in Inzell seit der Eröffnung der Max-Aicher-Arena.


Und die Aussichten auf stimmungsvolle Wettkämpfe stehen gut: »Der Vorverkauf läuft bis jetzt relativ gut, vor allem von den Viertageskarten haben wir schon enorm viele verkauft«, freut sich Graf. Daher rechnen die Veranstalter sogar damit, dass es am Samstag und Sonntag ein »volles Haus« geben könnte. Das bedeutet, dass neben den 2400 Sitzplätzen auch die 2800 Stehplätze komplett besetzt wären – hinzu kommen noch die Gäste im VIP-Bereich.

Anzeige

»Viel Stammpersonal« bei den Helfern

Organisatorisch steht das Konzept. »Wir können bei den Helfern auf sehr viel Stammpersonal zurückgreifen«, freut sich Graf, der zum einen Vizepräsident Eisschnelllauf in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) ist, aber zugleich auch Vorsitzender des DEC Inzell. Der Verein übernimmt federführend die Organisation und wickelt die WM ab. Natürlich mit Unterstützung: Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern des DEC bekomme man unter anderem Hilfe von der Gemeinde, der Touristik, Gewerbeverein, Wirteverein, Bauhof und vielen mehr, »und den Shuttle-Service übernehmen wieder die Fußballer des SC Inzell«, freut sich Graf.

Im Vergleich zu einem Weltcup, bei dem man rund 150 Helfer habe, »dürften es bei der WM gut 250 Leute werden.« Dazu gehört unter anderem auch das Wettkampfgericht, das von denjenigen gestellt wird, die auch sonst während der gesamten Saison im Einsatz sind. Nur die Starter und die Schiedsrichter teilt bei der WM der Weltverband ISU ein.

Bereits am Mittwoch, 6. Februar (19 Uhr) soll die Eröffnungsfeier beim Rathaus in Inzell für einen glanzvollen WM-Einstand sorgen. Nach dem Abschluss der Feier ist dort ab ca. 20 Uhr im kleinen Festzelt beim Rathaus mit Musik für Stimmung gesorgt.

Das soll auch an den nächsten drei WM-Tagen jeweils ab 20 Uhr so sein. Ein noch größeres Festzelt wird allerdings an der Max-Aicher-Arena selbst installiert: Dort spielen »Boarisch Six« (Donnerstag, 7. Februar), »D'Jung Ottinger« (8. Februar) und »Die glorreichen Halunken« am 9. Februar nach den Wettkämpfen jeweils bei der »After-Race-Party«. Am Sonntag, 10. Februar gibt's im Festzelt an der Arena einen Frühschoppen mit »Bavarian Breakfast« und einem anschließenden Auftritt einiger Gruppen der Musikschule Inzell, ehe ab 14.30 Uhr die Wettkämpfe beginnen.

Auch hier dürfen sich die Inzeller sowie die Fans auf ein attraktives Programm freuen: Am Donnerstag, 7. Februar ab 16 Uhr sorgen zunächst die Teamsprints der Damen und Herren für Schwung. Es folgen die 3000 Meter der Frauen und die 5000 Meter der Männer.

Am 8. Februar (Freitag) sollen die Wettkämpfe um 16.15 Uhr beginnen. Hier könnte über 500 Meter Nico Ihle (Chemnitz) für gute Stimmung sorgen. Schließlich gilt er in Inzell neben den Lokalmatadoren ebenfalls als Publikumsliebling. »Der könnte was reißen«, hofft Graf. Er verweist allerdings darauf, »dass die Kurve bei uns im Stadion enger ist als in Berlin, wo er trainiert – das könnte für ihn ein Nachteil sein. Ich hoffe, er kann sich auch hier noch einmal extra vorbereiten.« Auf die Sprints folgen an diesem Tag noch die für die Zuschauer attraktiven Teamverfolgungen.

Beckert und Dufter mit guten Ergebnissen

Am Samstag, 9. Februar stehen zunächst ab 13.15 Uhr die Langstrecklerinnen über 5000 Meter im Mittelpunkt, ehe die 1000 Meter der Männer und Frauen ausgetragen werden. Über 1000 Meter hatte beim Weltcup-Auftakt in Obihiro (Japan) der Inzeller Joel Dufter mit seinem 6. Platz für Aufsehen gesorgt. Zum Abschluss könnte bei den 10 000-Meter-Läufen der Männer Patrick Beckert (Erfurt) in den Medaillenkampf mit eingreifen – zuletzt beim Weltcup in Tomaszow Mazowiecki (Polen) wurde er Vierter.

Zum WM-Finale am Sonntag, 10. Februar (14.30 Uhr) gibt es nach den 1500-Meter-Läufen von Frauen und Männern dann noch die Massenstarts.

Danach will man nicht nur aus Sicht der DESG, sondern auch aus Inzeller Sicht eine positive Bilanz ziehen können. »Die Gemeinde und die Touristik profitieren auf jeden Fall«, ist sich Graf sicher. Und für die heimischen Talente könnte die WM ein Ansporn sein, ihren Sport weiter mit vollem Ehrgeiz auszuüben. Schließlich könnte in nicht allzu ferner Zukunft wieder eine Heim-WM in der Max-Aicher-Arena anstehen. who