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2017 ein spannendes und arbeitsreiches Jahr

Einsatzleitwagen bei 16 Einsätzen und vier Sanitätsdiensten gefordert

Berchtesgadener Land (hs/ml) – Über 2200 ehrenamtliche Stunden leistete der Fachdienst "Information und Kommunikation" der freiwilligen BRK-Bereitschaften im Jahr 2017.

Foto: BRK BGL

Der Einsatzleitwagen (ELW2) des Fachdienstes "Information und Kommunikation" (IuK) der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften ist seit 2004 im Dienst und hat sich bei vielen Großeinsätzen bewährt, etwa beim Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall, mehreren Hochwasser-Katastrophen, Wald- und Gebäudebränden oder größeren Verkehrsunfällen.

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Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Mitglieder des heimischen Fachdienstes IuK im Jahr 2017 2229 Stunden. "Umgerechnet auf einen Facharbeiter-Stundenlohn von 18,75 Euro wären das rund 41 800 Euro", schmunzelt Schnell.

2017 fanden für die freiwillige Gruppe 34 Dienstabende, vier Übungen, 16 größere Einsätze und vier größere Sanitätsdienste statt, bei denen der Fachdienst zur Koordination benötigt wurde. Wichtiger Höhepunkt im Jahr 2017 war die Katastrophenschutzübung im Oktober am Königssee.

Die beiden Fachdienstleiter IuK, Heinrich Schnell und Andreas Gleißner, blicken nach 34 Dienstabenden, 16 Einsätzen und vier großen Sanitätsdiensten auf ein arbeitsreiches Einsatzjahr 2017 zurück. Der ehrenamtliche Fachdienst der BRK-Bereitschaften ist bei größeren Sanitätsdiensten, Rettungs- und Betreuungseinsätzen für funktionierende Funk-, Telefon- und Internetverbindungen zuständig. Er stellt in Großschadenslagen unter anderem die so genannte Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL), die direkt dem Leitenden Notarzt (LNA) und dem Organisatorischen Leiter (OrgL) untersteht. Die Mitarbeiter unterstützen die Einsatzleitung bei allen Führungsaufgaben, kümmern sich um die Patienten- und Helfererfassung, dokumentieren den Einsatzablauf und stellen Einsatzabschnittsleiter.

"Ein sehr schöner Dienst ohne größere Zwischenfälle war 2017 wieder das Open-Air der Reichenhaller Philharmonie am Thumsee", erinnert sich Schnell. Geplante Sanitätsdienste mit Einsatzleitwagen waren außerdem noch beim Faschingszug in Teisendorf, beim Thermenlauf in Bad Reichenhall und beim Krampuslauf in Teisendorf. Darüber hinaus gab es einige größere Alarm-Einsätze, bei denen die UG-SanEL benötigt wurde: im März die Bombendrohung in Bayerisch Gmain, im Mai eine große Vermisstensuche am Königssee, im Juli ein großer Wasserrettungseinsatz in Marktschellenberg und der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Berchtesgaden. Größter Einsatz war 2017 die Unterstützung der Traunsteiner Kollegen beim Chiemsee-Summer-Festival in Übersee, das aufgrund von Orkanböen geräumt werden musste. Hier übernahm die Mannschaft aus dem Berchtesgadener Land den Einsatzabschnitt Behandlungsplatz, um die Traunsteiner UG-SanEL zu entlasten.

In den 34 Dienstabenden und Lehrgängen bildeten sich die 13 Mitglieder ausgiebig fort: Themen waren unter anderem Funk, Bedienung der umfangreichen Technik im Fahrzeug sowie notfallmedizinisches Wissen. Fünf Mitglieder nahmen am Fachlehrgang für Rettungssanitäter teil, um ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. UG-SanEL-Leiter Andreas Gleißner schulte die Mannschaft vor allem in Einsatztaktik und für besondere Einsatzlagen.

Anfang 2017 wurde auch eine neue Arbeitsgruppe IuK/UG-SanEL in der BRK-Region 18 gegründet. In dieser sind alle IuK- und UG-SanEL-Gruppen aus den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein vertreten. "Das Projekt trägt bereits Früchte: Durch die engere Zusammenarbeit kommunizieren wir untereinander besser bei Großschadenlagen und können einheitlich auch bei Unterstützungseinsätzen arbeiten, ohne uns groß auf abweichende regionale Gegebenheiten einstellen zu müssen", freut sich Schnell. Eine derartige Zusammenarbeit ist bayernweit einzigartig; im Oktober nahm die UG-SanEL aus Traunstein bereits mit den heimischen Kollegen zusammen an der Katastrophenschutzübung am Königssee teil. Die Teams der beiden ELWs übernahmen jeweils einen anderen Einsatzabschnitt, entlasteten sich gegenseitig, koordinierten den jeweiligen Bereich und tauschten die Daten untereinander aus.

Pressemitteilung des BRK BGL