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Eine neue Regel beim Impfen

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Spahn und Merkel
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Gesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel berichten von den neuen Beschlüssen. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa Foto: dpa

Lehrer, Erzieher, Krankenpfleger: Gerade lassen sich viele Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus impfen. Mit einem der Impfstoffe ist das jetzt nicht mehr so leicht.


Ab zwölf Jahren! So etwas steht manchmal an Wasserrutschen oder auf Schachteln von Brettspielen. Auch zu Filmen und Computerspielen gibt es Altersangaben. Sie weisen darauf hin, ab welchem Alter etwas geeignet ist. Empfehlungen zum Alter gibt es aber auch in ganz anderen Bereichen, etwa bei Impfstoffen gegen das Coronavirus. Nun wurde beschlossen: Nur Menschen über 60 Jahre sollen in der Regel mit dem Impfstoff Astrazeneca geimpft werden.

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Wie kam es zu der Änderung?

Das hat mit den Experten der Ständigen Impfkommission zu tun, kurz Stiko. Die Stiko beurteilt, wie ein zugelassener Impfstoff am sinnvollsten verwendet wird. Also zum Beispiel, wer ihn wann bekommen sollte. Impfstoffe werden immer wieder neu bewertet. Zum Beispiel, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Am Dienstag passte die Stiko die Empfehlung für einen der Impfstoffe an. Sie empfiehlt den Impfstoff Astrazeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren.

Warum ist Astrazeneca jetzt ab 60?

Ein sehr kleiner Teil der Menschen, die mit Astrazeneca geimpft wurden, bekam ernsthafte gesundheitliche Probleme. Einzelne starben sogar. Betroffen waren hauptsächlich jüngere Menschen, meistens Frauen. Für Ältere sei der Impfstoff aber weiter geeignet, sagen die Fachleute. Durch die Änderungen könnte es jedoch noch ein weiteres Problem geben. Experten befürchten, dass Menschen durch die neue Regel beim Thema Impfen verunsichert werden.

Wie geht es weiter?

Gesundheitsminister Jens Spahn rief alle Menschen über 60 dazu auf, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen. Auch für Jüngere kann es Ausnahmen geben. Sie können mit ihrem Arzt besprechen, ob sie trotzdem mit Astrazeneca geimpft werden möchten. Daneben gibt es auch noch andere Impfstoffe: zum Beispiel von den Firmen Biontech/Pfizer und Moderna. Bald soll auch Johnson & Johnson verfügbar sein.

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