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Ein Wunschkonzert der besonderen Art

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Der Pianist, Komponist  und  Kabarettist  Bastian Pusch (links)  trat  im k1  gemeinsam  mit  dem Pianisten und Sänger Andreas Speckmann auf. (Foto: Heel)

Als »seriöse Hälfte« des Komiker-Duos Senkrecht & Pusch erfreut der Pianist, Komponist und Kabarettist Bastian Pusch seit vielen Jahren sein Publikum. Jetzt trat er gemeinsam mit Andreas Speckmann, der seit über 15 Jahren als Pianist und Sänger in verschiedenen Bands aktiv ist, im vollbesetzten Studiotheater des Traunreuter k1 auf. Wobei es »notenlos durch die Nacht« gehen sollte bzw. die beiden laut Ankündigung ALLES spielen wollten, egal, ob sie es könnten oder nicht, denn scheitern gehöre dazu.


Um allseits in kreative Stimmung zu kommen, regten sie das Publikum aber zunächst zu diversen Leibesübungen an, ehe sie mit dem alten Volkslied »Die Vogelhochzeit« ihren Streifzug durch Jazz, Klassik, Oldies und Pop eröffneten. Ob instrumental à la Chopin oder Richard Clayderman, oder vokal im Stil eines Louis Armstrong, Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer, Pusch und Speckmann lieferten, was »Die Vogelhochzeit« hergab. Sogar eine Polka-Variante, die sie Marianne & Michael unterschoben.

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Danach konnten sich die Zuhörer etwas wünschen. Pusch und Speckmann spielten ein paar der Vorschläge an, darunter Titel von Elvis, Queen und Udo Jürgens, um dann im Duett Gershwins »Summertime« elegant mit »Nothing Else Matters« von Metallica zu kombinieren.

Nach der Pause stand zunächst Heino auf dem Programm. Genauer gesagt, versuchten Pusch und Speckmann im Verein mit dem eifrig mitwirkenden Publikum zu ergründen, wie man Heinos Lied vom blauen Enzian verbessern bzw. attraktiver gestalten könnte, etwa in Form eines Reggae. Anschließend wurden die Zuhörer erneut aufgefordert, Musikwünsche aller Art zu äußern. Allerdings mit einer Besonderheit: Von Pusch mit etlichen Hupen ausgestattet, konnten diverse Zuhörer die Songs damit an jeder beliebigen Stelle stoppen, abrupte Stimmungswechsel (und eventueller Frust) inbegriffen. Mit der (zweiten) Zugabe, Eric Claptons »Wonderful Tonight«, ging der nahezu dreistündige Auftritt der zwei Musiker dann zu Ende. Wolfgang Schweiger