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Ein Willkommensgruß für Riccardo Minasi

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Im Foyer des Orchesterhauses gibt es eine neue Ausstellung, zu deren Eröffnung auch Chefdirigent Riccardo Minasi gekommen war. (Foto: Aumiller)

Direkt von einer anstrengenden Probe mit dem Mozarteumorchester kam Riccardo Minasi mit Orchestermusikern ins Foyer des Orchesterhauses, wo Orchesterdirektor Thomas Wolfram nicht nur eine Fotoausstellung eröffnete, sondern auch den Chefdirigenten herzlich empfing. Der bekräftigte erneut seine Liebe zum Mozarteumorchester.


Zugleich stellte Wolfram den Anwesenden die von Leica zusammengestellte Fotoausstellung »Das Wunder von Venezuela – El Sistema und die Macht der Musik« vor, die bereits im Sommer im Foyer des Orchesterhauses installiert worden sei, aber erst jetzt publik gemacht werde. »Es war mein Wunsch, das Haus noch mehr für die Öffentlichkeit zu beleben. Die Ausstellung im Foyer gibt dem Orchesterhaus einen neuen Akzent«, erklärte Wolfram. Das Thema der Fotos dreht sich um das venezolanische Musikprojekt »El Sistema«. Die Bilder haben die Atmosphäre der dortigen Musikschulen eingefangen und zeigen einen Tag im Leben eines Schülers in Venezuela. Karin Rehn-Kaufmann, die Chefin der Leica-Galerie Salzburg gab eine kurze Erläuterung zu den Großbild-Fotografien. Musik sei wie die Fotografie weltweit ohne Worte und Sprache zu verstehen. Die Idee zu den Fotos und zur Ausstellung sei inspiriert von den Gastauftritten des venezolanischen Jugendorchesters bei den Salzburger Festspielen. Rehn-Kaufmann berichtete vom Entstehen und Zustandekommen von »El Sistema« und zitierte von dessen Gründer Antonio Abreu einen markanten Ausspruch: »Musik muss als treibende Kraft sozialer Entwicklung erkannt werden und sie vermittelt die höchsten Werte: Solidarität, Harmonie und Mitgefühl. Sie besitzt die Fähigkeit, eine ganze Gemeinschaft zu einen und positive Gefühle auszudrücken.«

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Inzwischen seien es eine halbe Million Kinder und Jugendliche, die im Rahmen von »El Sistema« in 300 Musikschulen musizieren. Es gebe in anderen Ländern auch bereits viele Ableger von »El Sistema«, das weltweit das größte musikalische Entwicklungsprojekt gegen Gewalt und Drogen sei. »Das Besondere ist, dass die Kinder dort jeden Tag die Musikschule besuchen, während hierzulande der Musikunterricht in der Regel nur einmal wöchentlich praktiziert wird. Für die Kinder von El Sistema gibt es nichts anderes als die Musik für ihre Zukunft«, berichtete Rehn-Kaufmann.

Die Fotoausstellung im Foyer des Orchesterhauses ist öffentlich zugänglich. Elisabeth Aumiller

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