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Ein musikalischer Blumenstrauß

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Ein großer Erfolg war das Frühjahrskonzert des Musikkollegiums Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel und der Sopranistin Margriet Buchberger.

Ein großer Erfolg war einmal mehr das Frühjahrskonzert des Musikkollegiums Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel in der Traunsteiner Berufsschulaula. Er hatte wieder einen bunten, musikalischen Blumenstrauß voller Preziosen zusammengestellt, der das Publikum begeisterte. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Sopranistin Margriet Buchberger.


Nach der Begrüßung der Ehrengäste durch Musikschulleiter Heinrich Albrecht von der Musikschule Traunstein, die das Konzert veranstaltete, eröffnete das Orchester das Konzert mit der klangmächtigen Ouvertüre zur Oper »Loreley« von Max Bruch (1838 bis 1924).

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Vor zwei Jahren war die bekannte Sopranistin Margriet Buchberger bereits in Traunstein zu Gast, jetzt erfreute sie das Publikum mit Arien aus dem hochdramatischen Opernfach, so bei »Un bel di« aus »Madame Butterfly« von Giacomo Puccini (1858 bis 1924). Ihre strahlend wandlungsfähige Stimme mit edlem Timbre erfreute auch bei der Arie »Mon cœur s’ouvre à ta voix« aus »Samson et Dalila« von Camille Saint-Saens (1835 bis 1921).

Bei diesem Programmpunkt genoss das Publikum einmal mehr die einzigartige Moderation von »Gustl« Spiel, der mit seinem feinen Humor durch den Abend führte. Es war schon erstaunlich, wie er vom Palast der Philister, der in dieser Oper eine Rolle spielt, eine sehr enge Kurve zu den Säulen der Parkgarage in Traunstein fand.

Mit der Ouvertüre zur Oper »Nabucco« von Giuseppe Verdi (1813 bis 1901) wurde das Publikum beschwingt in die Pause gespielt. Anschließend erfreute das glänzend aufgelegte Orchester mit Ballettmusik: In der Coppélia-Fantasie (Leo Delibes/Oscar Fetrás, 1836 bis 1891) wurden die verschiedenen Tanzformen des Balletts zusammengefasst.

Nur selten auf dem Spielplan der deutschsprachigen Opernhäuser steht die Oper »La Wally« von Alfredo Catalani (1854 bis 1893) nach dem Roman »Die Geier-Wally«. Sie wurde 1892, ein Jahr vor dem frühen Tod Catalanis, an der Mailänder Scala uraufgeführt. Sehr bekannt ist allerdings die Arie der Wally »Ebben? Ne andrò lontana«, die Catalani ursprünglich 1878 als »Chanson Groënlandaise« komponiert hatte und dann in die Oper aufnahm. Sie gilt als gesanglich anspruchsvoll sowie stark ausdrucksfordernd und wurde von Margriet Buchberger in Traunstein eindrucksvoll dargeboten.

Den letzten Konzertteil bestritten »traditionell« die Mitglieder der »Strauss-Fraktion«. Die Besucher hörten den »Delirienwalzer« von Josef Strauss (1827 bis 1870) und von Johann Strauss Sohn (1825 bis 1899) das »Intermezzo aus 1001 Nacht« sowie die schnelle Polka »Freikugeln«. »Gesetzt« waren natürlich bei diesem Jahresanfangskonzert die Zugaben, der Walzer »An der schönen blauen Donau« (Johann Strauss Sohn) und der »Radetzky-Marsch« von Johann Strauss Vater (1804 bis 1849). Großer Beifall für einen schönen Konzertabend. fb

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