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Ein Museum mit Löchern im Dach

Kannst du dir ein Haus mit Tausenden Löchern im Dach vorstellen? In der Stadt Abu Dhabi gibt es so ein Gebäude: Wenn die Sonne scheint, strahlt sie durch die Löcher. Wenn es regnet, wird man nass. Und alle finden das toll!

Louvre Abu Dhabi
Besucher laufen durch das Museum Louvre Abu Dhabi. Foto: Kamran Jebreili/AP/dpa Foto: dpanitf3

Denn das Dach ist eine riesige Kuppel eines neuen Museums: dem Louvre Abu Dhabi (gesprochen: luwre). Den Namen Louvre kennst du vielleicht schon von einem berühmten Museum in unserem Nachbarland Frankreich.

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Die Wüstengegend Abu Dhabi liegt Tausende Kilometer davon entfernt. Weil es dort heiß ist und nicht oft regnet, ist es nicht so schlimm, dass die Kuppel viele Löcher hat. Zudem werden die Kunstwerke nicht nass, weil sie in kleineren Häusern untergebracht sind.

Die Öffnungen im Dach verstreuen das Sonnenlicht überall im Museum. Deswegen hat der Mann, der das Museum gebaut hat, das Ganze auch «Regen aus Licht» genannt.

Mohammed hat so etwas noch nie gesehen. Der Junge kommt aus dem Land Pakistan und ist zehn Jahre alt. Er ist einer der ersten Besucher des neuen Museums und darf gleich schon selbst Kunst machen. Denn der Louvre Abu Dhabi hat auch eine Abteilung für Kinder.

Dort malt der Junge das Muster einer alten Vase ab. «Erst habe ich mit der Mitte angefangen, jetzt mache ich mit der Unterseite weiter», erzählt Mohammed. Dabei schaut er sich die Vase hinter der Glasscheibe genau an.

Im Kindermuseum kann Mohammed auch auf großen Bildschirmen alte Möbelstücke mit seinem Finger bunt anmalen. In einer Ecke wird die Wand mit Blumen angestrahlt, die sich bewegen.

Mohammed liebt es, zu malen und zu basteln. Neulich hat er sogar ein Kamel aus Pappe gemacht, das größer ist als er selbst. Kamele gibt es in der Wüste bei Abu Dhabi viele.

Mohammed lebt schon jahrelang in Abu Dhabi, weil sein Vater dort arbeitet. Wenn er groß ist, will Mohammed aber nicht Künstler werden, sondern Soldat. Nicht, weil er Krieg gern mag, sagt er, sondern wegen böser Menschen, die in seiner Heimat leben: «In meinem Land in Pakistan gibt es einige Terroristen, und die will ich rausschmeißen», sagt er. Erst mal hat er aber noch viel Zeit zum Basteln und Malen unter der Decke mit den vielen Löchern.