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Ein Fluss verliert Länge

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Die Begradigung des Rheins
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Vor etwa 200 Jahren sah der Rhein noch viel wilder aus als heute. Foto: Birmann/Kunstmuseum Basel/Kunstmuseum Basel- Birmann-Samml/dpa Foto: dpa

Kann man einen Fluss kürzer machen? Das geht! Ausgerechnet mit dem längsten deutschen Fluss, dem Rhein, ist das passiert.


Das begann vor genau 200 Jahren. Damals war der Rhein ein wilder, breiter Fluss mit vielen Biegungen, Armen, Inseln und Buchten. Allerdings veränderte die Strömung ihn jedes Jahr: Eine Kurve war plötzlich an einer andere Stelle oder der Fluss breiter. Deshalb konnte man keine Brücken bauen. Auch Überschwemmungen waren ein großes Problem.

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Ein Mann hatte damals die Idee, dem Fluss ein gerades Ufer zu bauen. Auch gleichmäßig breit sollte er werden. Mit der Begradigung verlor der Oberrhein zwischen den Städten Basel und Worms um die 80 Kilometer Länge. Schiffe kamen so schneller ans Ziel.

Trotzdem würde man das heute nicht mehr so machen. Denn dem Fluss hat das Ganze geschadet. Es gab danach zum Beispiel weniger Fischarten. Auch Überschwemmungen gab es trotzdem, aber weiter unten. Dort musste der der Rhein dann auch befestigt werden, zum Beispiel indem Dämme gebaut oder große Steine verlegt wurden.