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Ein Ferienhaus auf Teneriffa

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Ein Ferienhaus auf Teneriffa
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Tinka (Anna König) und Jürgen (Janek Rieke) bei ihrem ersten gemeinsamen Urlaub. Foto: Christof Arnold/ARD Degeto Foto: dpa

Der ARD-Samstagabendfilm »Ein Ferienhaus auf Teneriffa« erzählt eine Beziehungs- und Freundschaftsgeschichte auf der Kanareninsel. Trotz guter Besetzung funktioniert die Komödie aber nur bedingt.


Berlin (dpa) – Gegensätze ziehen sich an. Doch leider sind die Folgen nicht immer so prickelnd wie erhofft. Ein Beispiel dafür ist der Samstagabendfilm »Ein Ferienhaus auf Teneriffa«, den das Erste am 22. Juni (20.15 Uhr) zeigt. Die Komödie (Drehbuch: Johannes Rotter nach einer Idee von Annika Tepelmann) fußt gleich auf zwei Gegensatz-Konstellationen. Aber sie wirkt dennoch nicht wirklich witzig.

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So dürfte die von der angesehenen Regisseurin Sabine Bernardi (»Club der roten Bänder«) inszenierte Geschichte vor allem Zuschauerinnen und Zuschauern gefallen, die sich bereits von einer psychologisch schlicht geschnitzten Beziehungsgeschichte vor traumhafter Urlaubskulisse gut unterhalten fühlen. Dabei ist die Produktion der Bavaria Fiction durchaus ansehnlich besetzt mit dem Theaterstar Philipp Hochmair (»Männertreu«), Anna König (»Katie Fjorde – Das Kind der anderen«), Caro Scrimali (»WaPo Bodensee«) und Janek Rieke (»Der Kriminalist«).

Im Mittelpunkt steht das Paar Tinka (König) und Jürgen (Rieke) – sie eine lebenslustige, sinnliche und patente Krankenschwester und Mutter des kleinen Paul (Arsseni Bultmann), er ein unsicherer Schluffi, der mit seinem eigenen Architekturbüro gerade in die Insolvenz gegangen ist.

Tinka genießt den gemeinsamen Urlaub in einer kleinen Mietvilla auf der Kanareninsel nicht zuletzt deshalb, weil sie ihren Jürgen hier mit einem Heiratsantrag überraschen will. Von dem der sich dann allerdings ziemlich überfordert fühlt.

Mit von der Partie sind Jürgens alte Freunde Diana (Scrimali) und Lars (Hochmair) samt deren Tochter Charlie (Lena Mayr). Man möchte einander kennenlernen beziehungsweise zusammen in Jugenderinnerungen schwelgen. Womit das Unglück seinen Lauf nimmt. Denn Diana und Lars bilden in ihrer ganzen Art nicht nur ein überdeutliches Gegenstück zu Tinka und Jürgen – sie stilbewußte, aber frustrierte Hausfrau, er cooler Erfolgsbaumeister, der gerade ein Großprojekt in Dubai verantwortet und seine Gattin mit seiner Assistentin betrügt.

Die beiden ziehen noch mit ein ins Häuschen von Tinka und Jürgen, weil ihre eigene Unterkunft schon anderweitig vergeben ist. Und bald gibt es das ein oder andere mehr oder weniger amüsante Desaster, die sich aus den Gegensatz-Konstellationen in beengter Raumsituation ergeben: So ist Tinka laut, Jürgen leise, sie will heiraten, er denkt über ein Job-Angebot von Lars in Dubai nach. Die beiden wiederum haben unüberhörbar Sex, während im Bett von Diana und Lars Flaute herrscht.

Und auch die Kinder der Paare scheinen nicht auf einen Nenner zu kommen. Bis alle Beteiligten dann zum komödiengerecht guten Ende noch ganz andere und zur Versöhnung führende Seiten von sich zeigen dürfen. Die fallen allerdings auch nicht gerade überraschend aus.

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