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Ehefrau umgebracht: Mann wegen Totschlags vor Gericht

Ein tödliches Ehedrama beschäftigt das Schwurgericht Ingolstadt. Der Mann soll seine Frau umgebracht haben, weil sie ihn verlassen wollte. Im Bad der gemeinsamen Wohnung spielten sich dramatische Szenen ab.

Justitia
Justitia. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Foto: dpanitf3

Ingolstadt (dpa/lby) - Massive Schläge auf den Kopf, gewürgt und erstickt - für den Totschlag an seiner Ehefrau muss sich ein zur Tatzeit 31 Jahre alter Mann von diesem Dienstag an (19. September) vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die 17 Jahre ältere Frau am 2. Januar aus Eifersucht umgebracht zu haben.

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Der Mann soll dem Opfer nach der Ankündigung, ihn verlassen zu wollen, im Bad der gemeinsamen Wohnung in Denkendorf (Landkreis Eichstätt) zunächst mehrmals mit harten Gegenständen gegen den Kopf geschlagen haben. Danach würgte der mutmaßliche Täter seine Frau, ehe er sie erstickte, wie die Ermittlungen ergaben.

Der Mann war nach der Tat zur Polizei gekommen und hatte den Beamten erklärt, dass seine Ehefrau nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung blutend in der Wohnung liege. Ärzte konnten dem Opfer jedoch nicht mehr helfen; die 48-Jährige war zu dem Zeitpunkt bereits tot. Die Obduktion der Leiche ergab, dass die Frau durch massive Gewalteinwirkung ums Leben kam.

Für den Prozess vor dem Schwurgericht sind sechs Verhandlungstage angesetzt, es werden zahlreiche Zeugen und Sachverständige gehört. Das Urteil soll am 27. Oktober verkündet werden.