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Durch tiefen Schnee von Haus zu Haus

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Jonathan Hölzl mit dem Stern von Bethlehem.

Berchtesgaden – Reporter haben's nicht leicht. Das musste »Anzeiger«-Fotograf Bernhard Stanggassinger dieser Tage wieder zur Kenntnis nehmen, als er sich bei hochwinterlichen Verhältnissen auf die Suche nach den Sternsingern in der Oberau machte.


Winterliche Fahrverhältnisse herrschten in der Unterau. Doch unglaublich: Der Auerberg war schneefrei. Als Bernhard Stanggassinger um 8.50 Uhr die Kirche in Oberau betrat, duftete es nach Weihrauch. Doch der Fotograf war ganz alleine in der Kirche. Wegen der Beerdigung von Diakon Karl Bodinger hatte Diakon Michael König die Oberauer Sternsinger eine Stunde früher ausgesandt.

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Insgesamt vier Sternsinger Gruppen waren in die verschiedenen Ortsabschnitte zwischen Weißensteinerweg und Unterau aufgeteilt. Und überall bot sich eine traumhafte Winterlandschaft. Auf seiner Suche nach einer Gruppe von Oberauer Heiligen aus dem Morgenland wurde Bernhard Stanggassinger im Auerdörfl fündig. Ein Anwohner, der gerade mit dem Schneeräumen vor seinem Haus beschäftigt war, wusste, dass die Sternsinger gerade in dem Haus gegenüber verschwunden waren.

Ein kurzes Warten lohnte sich für den Fotografen. Die Sternsinger kamen flotten Schrittes aus einem Bauernhaus. Besonders beeindruckend war für Stanggassinger, dass der »Mohr« tatsächlich dunkelhäutig war. »Mal einer, der nicht mit Schuhcreme oder Theaterschminke bemalt werden musste«, betont der Fotograf. Es handelte sich übrigens um Jonathan Hölzl vom Neuhäusl.

Der Bitte Stanggassingers, für ein paar Fotos einen kleinen Umweg zu machen, kamen die Sternsinger nur zögerlich nach. »Mir miassn weiter, mia ham nu so vui Stellen.« Der Fotograf zeigte Verständnis: »Dann a guad's Neis und kemmt's guad wieder hoam.« B.St.