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Organisierten den Drogenpräventionstag (v.l.): Markus Brandner, Daniel Bechtel, Marco Balonier, Martin Bauregger, Walter Schreyer. (Foto: privat)

Drogenpräventionstag mit drei Workshops im CJD auf der Buchenhöhe

Berchtesgaden – Die Caritas Bad Reichenhall, das Landratsamt Berchtesgadener Land und die Polizei Berchtesgaden sowie Sozialpädagoge Martin Bauregger vom CJD organisierten einen Drogenpräventionstag im CJD auf der Buchenhöhe. Aufgeteilt wurde die Veranstaltung in drei Workshops. Den Teilnehmenden wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich mit dieser Thematik selbst zu beschäftigen.


Der Sozialpädagoge Marco Balonier von der Caritas Fachambulanz beantwortete Fragen rund um das Thema Sucht und Drogen. Welche körperlichen und vor allem psychische Auswirkungen haben Alkohol und Drogen insbesondere auf Heranwachsende? Wo lauern Gefahren und Risiken und wie ist damit umzugehen? Dabei konnten die Jugendlichen auch die eigenen Gewohnheiten reflektieren.

Oftmals sei es ein schmaler Grat zwischen Konsum und Missbrauch, insbesondere wenn die Droge über Probleme hinweghelfen soll. Eine goldene Regel lautet: »Nimm niemals Drogen, wenn es dir sowieso schon schlecht geht.« Dann sollte man besser auf andere Strategien zurückgreifen.

Die Polizeibeamten Markus Brandner und Walter Schreyer gingen in ihrem Workshop auf den Konsum und Besitz von illegalen Drogen sowie die strafrechtlichen Konsequenzen ein. Erstaunt zeigten sich die Teilnehmer, als der Herstellungsprozess von sogenannten Kräutermischungen erklärt wurde. Dazu werden Kräuter und Chemikalien in großen Mengen in Betonmischmaschinen vermengt. Diese Herstellungsweise ist laut den Polizeibeamten aus mehreren Gründen besonders gefährlich für die Konsumenten. Der Wirkstoff wird zum einen ungleich verteilt, was zu unkalkulierbaren Dosierungen führen kann. Außerdem haben die Chemikalien eine wesentlich stärkere Wirkung als »normales« Cannabis.

Die Legalisierungsdebatte, die den Eindruck vermittelt, dass der Konsum von Cannabis völlig harmlos sei, wurde auch angesprochen. Außerdem berichteten die Polizeibeamten über die Vorgehensweise bei Polizeikontrollen und erklärten die dafür geltenden gesetzlichen Grundlagen. Veranschaulicht wurde der Vortrag durch eine Würfelpyramide, auf der die involvierten Institutionen und die jeweiligen Konsequenzen dargelegt werden. Den Jugendlichen und Heranwachsenden wurde durch die Pyramide nochmals deutlich, welche Last zu tragen ist, wenn man im Umgang mit Betäubungsmitteln auffällig geworden ist.

Daniel Bechtel, Leiter des Fachbereiches Straßenverkehrswesen am Landratsamt Berchtesgadener Land, zu dessen Bereich auch die Führerscheinstelle gehört, beleuchtete die Alkohol- und Drogenproblematik im Zusammenhang mit dem Führerschein. Er ging auf die rechtlichen Konsequenzen ein, die notwendigen Maßnahmen und die möglichen Folgen bei einem Führerscheinverlust.

Manch ein Teilnehmer war erstaunt, welche vielschichtigen Aspekte man anpacken muss, um am besten nie wieder wegen Alkohol oder Drogen auffällig zu werden. Die vielen Fragen zeigten, dass dieses Thema auf großes Interesse gestoßen ist. Auch so manche Irrtümer, die unter anderem in sozialen Netzwerken zu lesen sind, wurden von den Experten berichtigt.

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