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Dritte Urnenwand geplant

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Weg am Eingang des Traunreuter Waldfriedhofs an der Münchner Straße. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Urnenwände für den städtischen Waldfriedhof Traunreut werden um ein Vielfaches teurer als angenommen. Bei den Ausschreibungen für die Erstellung von zwei Urnenwänden mit Betonfertigteilen hat nur eine Firma ein Angebot abgegeben.


Doch dieses liegt rund 26 000 Euro über der Kostenschätzung. Diese Mehrkosten und damit das Angebot einer Firma aus Kirchseeon mit einem Preis von 82 000 Euro hat der Bauausschuss gegen die Stimme von Herbert Kusstatscher (SPD) abgesegnet.

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Wegen der Problematik, Firmen für diese Bauleistungen zu gewinnen, wurde auf Anregung des städtischen Tiefbauamts gleichzeitig beschlossen, auch die für einen späteren Zeitpunkt geplante, dritte Urnenwand mit zu beauftragen und erstellen zu lassen. Die Kosten für eine dritte Urnenwand werden auf 90 000 Euro geschätzt. Durch diese Entscheidung kommen zu den 100 Urnennischen weitere 60 dazu und der Urnenhof kann somit komplett fertiggestellt werden.

Wie berichtet, laufen die Baumaßnahmen für den neuen Urnenhof im städtischen Friedhof bereits. Nach Angaben der Verwaltung seien die Urnenwände als Fertigbetonteile im vergangenen August beschränkt ausgeschrieben worden. Dabei sei nur ein Angebot eingereicht worden, das rund 65 Prozent über der Kostenschätzung gelegen habe. Aus diesem Grund sei diese Ausschreibung gemäß Vergabe- und Vertragsordnung aufgehoben und die Bauleistung im vergangenen Oktober erneut öffentlich ausgeschrieben worden. Nach dem wiederum kein Angebot eingereicht worden sei, sei auch diese Ausschreibung aufgehoben worden.

Um die Vergabechancen zu erhöhen, wurde die Bauleistung in zwei Bereiche aufgeteilt: in Fundament-Bau und Erstellung der Fertigbetonteile. Der Fundament-Bau konnte daraufhin im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung vergeben werden. Ebenfalls beschränkt ausgeschrieben wurden dann im Februar die Bauleistungen für die Urnenwände als Betonfertigteile. Von den acht angeforderten Betonherstellerfirmen hatte aber nur eine Firma termingerecht ein vollständiges Angebot abgegeben. Dieses Angebot liegt allerdings 31 Prozent über der Kostenschätzung. Nachdem die Erdbauarbeiten aber bereits im vollen Gange sind, blieb dem Bauausschuss keine andere Wahl, als das Angebot zu akzeptieren.

Die Frage von Herbert Kusstatscher, »Warum wird das so teuer?«, dürfte auf die anhaltend gute Konjunktur im Baugewerbe zurückzuführen zu sein. »Die Firmen haben zu wenig Zeit und offenbar kein Interesse«, sagte Stadtgärtnermeister Robert Kratzer. Er geht auch davon aus, dass sich die Lage in nächster Zeit nicht ändern werde. »Es wird nicht leichter«, mutmaßte er. Deshalb wäre es auch sinnvoll, jetzt gleich die dritte Urnenwand erstellen zu lassen. Dem Beschlussvorschlag, die Urnenwände von zwei auf drei zu erweitern, stimmte auch Kusstatscher zu. ga

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