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Dreister Sperrmüllunfug

Ramsau/Schneizlreuth – Müllkippe Alpenstraße: So dachten sich das wohl ein paar dreiste Diebe, als sie sich von zahlreichen Gegenstände, vom Sofa, über Schubladen, Elektrogeräte bis hin zum Bettgestell, entledigten. Peter Renoth von den Bayerischen Staatsforsten findet das überhaupt nicht lustig. Der Müllablader hinterließ aber Spuren.

Hunderte Kilogramm Schrott entsorgten Unbekannte an der Deutschen Alpenstraße unterhalb des Wachterls. Einer hinterließ allerdings Spuren: seine Adresse. Foto: privat

In den vergangen Tagen hatten es die Bayerischen Staatsforste erneut mit besonders dreisten Umweltsündern zu tun: In den Steilhängen an der Deutschen Alpenstraße unterhalb des Wachterls wurden große Mengen Sperrmüll entdeckt – und zur Anzeige gebracht. Das Einsammeln des Mülls, das die Forstwirte des Forstbetriebes Berchtesgaden im Auftrag des Landkreises, durchführten, erwies sich wegen des schwierigen Geländes als mühsam. Nur unter Zuhilfenahme einer Seilwinde konnten die größeren Objekte geborgen werden. Ein Abfallcontainer konnte gefüllt werden.

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Eine weitere Müllentsorgungsaktion fand am Hallthurmer Berg statt – ebenfalls ein Brennpunkt der Umweltverschmutzung, heißt es bei den Bayerischen Staatsforsten. Die Kosten für derartige Aktionen trägt der Steuerzahler über den Landkreis-Haushalt. In diesem Fall konnte ein Verschmutzer ermittelt werden, nachdem im Müll auch eine Adresse gefunden werden konnte. Der stellvertretende Forstbetriebsleiter Peter Renoth, der sich zusammen mit Revierleiter Anton Ernst um den Fall kümmerte, zeigte sich überrascht, mit welcher »Frechheit und Dreistigkeit« so manche Mitbürger sich illegal ihres Gerümpels entledigen: »Wir dulden solche kriminellen Handlungen nicht, denn wenn alle diesen einfachen Weg gehen würden, sähe unsere schöne Landschaft aus wie eine Müllkippe«, so Renoth. ffb/kp