weather-image
Filmfestival

Drei Frauen, drei Männer - Das ist die Berlinale-Jury

Sie kommen aus Deutschland, Belgien, Spanien, Japan und den USA: Die Berlinale-Jury ist international besetzt.

Ryuichi Sakamoto
Mit seiner Band Yellow Magic Orchestra gehörte Ryuichi Sakamoto zu den Elektro-Pionieren. Foto: Domenico Stinellis/AP Foto: dpanitf3

Berlin (dpa) - Drei Frauen und drei Männer entscheiden bei der diesjährigen Berlinale über die Vergabe der begehrten Bären-Preise. 19 Filme sind von Donnerstag an im internationalen Wettbewerb zu sichten, am 24. Februar werden die Auszeichnungen vergeben.

Anzeige

Jurypräsident Tom Tykwer (52) gilt als einer der bekanntesten deutschen Filmemacher. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1998 mit dem Liebesthriller «Lola rennt». Weitere wichtige Arbeiten sind «Das Parfüm», «The International» und - in Zusammenarbeit mit den Geschwistern Wachowski - «Cloud Atlas» (2012). Der vielfach ausgezeichnete Regisseur ist auch als Drehbuchautor, Filmkomponist und Produzent tätig. Zuletzt war er einer der Regisseure der hochgelobten Serie «Babylon Berlin».

Cécile de France (42) begann schon als Kind mit dem Theaterspiel. Zu den bekanntesten Filmen der belgischen Schauspielerin gehören die Erfolgskomödie «L'auberge espagnole» (2002), die Hollywood-Produktion «In 80 Tagen um die Welt» und «Hereafter» von Clint Eastwood. Bei der Berlinale war sie zuletzt 2017 im Eröffnungsfilm «Django» zu sehen. 2003 wurde sie beim Festival als europäischer Shooting Star geehrt.

Chema Prado (Jg. 1952) hat sich als langjähriger Direktor des spanischen Filmarchivs Filmoteca Espanola einen Namen gemacht. 1976 begann der studierte Architekt und Innenarchitekt dort als Programmleiter, 2016 schied er nach 26 Jahren als Chef aus. Er war schon mehrfach in internationalen Filmjurys vertreten, unter anderem in Cannes, Locarno und Venedig. Als Fotograf stellt Prado in zahlreichen Galerien und Museen aus.

Adele Romanski (35) ist eine der wichtigsten Produzentinnen des amerikanischen Independent-Kinos. Der letztjährige Oscar- und Golden-Globe-Gewinner «Moonlight» von Barry Jenkins entstand unter ihrer Federführung. Auch bei David Robert Mitchells «The Myth of the American Sleepover» (2010) und dem Sundance-Beitrag «Morris aus Amerika» (2016) zeichnete sie für die Produktion verantwortlich. Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Filme von Jenkins und Mitchell ins Kino kommen.

Ryūichi Sakamoto (66) gehört zu den vielseitigsten zeitgenössischen Komponisten. Der japanische Oscar-, Golden Globe- und Grammy-Preisträger hat über ein Dutzend Solo-Alben herausgebracht. Er schrieb mehr als 30 Soundtracks für Regisseure wie Bernardo Bertolucci, Pedro Almodóvar, Brian de Palma und Alejandro Gonzáles Inárritu. Er engagiert sich für soziale und ökologische Anliegen und unterstützt die Opfer der Erdbebenkatastrophe von Fukushima.

Stephanie Zacharek (54) ist seit 2015 Filmkritikerin des renommierten US-Nachrichtenmagazins «Time». Zuvor arbeitete sie Jahrzehnte für Blätter wie die «New York Times», die «Los Angeles Times», den «New Yorker» und «Rolling Stone». 2015 kam sie beim Pulitzer-Preis in der Sparte Kritik in die Endrunde. Sie sitzt regelmäßig in Jurys für Filmpreise. Bei der Berlinale hat sie bereits mehrfach an Veranstaltungen teilgenommen.

Berlinale