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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Vorauskasse bei Flugreisen - Verbraucherschützer mahnen Airlines ab


Düsseldorf (dpa) - Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sechs Fluggesellschaften abgemahnt, weil sie sofort bei der Buchung den vollen Flugpreis von ihren Kunden verlangen. «Der Flugpreis sollte frühestens 30 Tage vor Abreise fällig werden» und nicht Monate vorher, erklärte der Vorstand der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, am Mittwoch in Düsseldorf. Die Abmahnungen richten sich gegen Air Berlin, Condor, TUI fly, Germanwings, Lufthansa und Germania. Wenn sie nicht bis Ende Mai einen Verzicht auf die Klauseln erklären, will die Verbraucherzentrale klagen. «Die Vertragsbestimmungen verstoßen klar gegen das Prinzip "Ware gegen Geld"», erklärte Müller. «Der Fluggast trägt das Risiko, sein Geld im Fall einer Pleite der Fluggesellschaft nicht zurückzubekommen.»

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Tourismusbericht: Neuer Gästerekord in Deutschland

Berlin (dpa) - Deutschland wird als Urlaubsreiseziel immer beliebter. Die Zahl der Gästeübernachtungen ist im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 407,3 Millionen geklettert, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Tourismusbericht der Bundesregierung hervorgeht. Das war ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 3,6 Prozent. Die Übernachtungen ausländischer Gäste seien um 8,1 Prozent auf 68,8 Millionen gestiegen. Deutschland habe insgesamt etwa doppelt so stark zugelegt wie der europäische und weltweite Durchschnitt. Der boomende Tourismus in Deutschland entwickele sich auch zum Jobmotor. Etwa 2,9 Millionen Erwerbstätige seien direkt in dieser Branche beschäftigt - sieben Prozent aller Erwerbstätigen.

Neue Microsoft-Konsole Xbox One tritt als Entertainment-Maschine auf

Seattle/Berlin (dpa) - Microsofts nächste Spielekonsole heißt Xbox One - und ist ein mediales Multitalent. Sie lässt sich mit Sprache steuern und soll auch durch Fernsehsendungen navigieren. «Das Team Xbox hat eine neue Mission: ein All-in-One-Gerät zu entwickeln, um eine neue Generation des Spielens, des Fernsehens und der Unterhaltung zu gestalten», erklärte Xbox-Chef Don Mattrick bei der Vorstellung am Dienstagabend. Die Nachfolgerin der rund acht Jahre alten Xbox 360 setzt neben dem Spielen verstärkt auf multimediale Unterhaltung und spielt auch das Fernsehprogramm ab.

Wohnungsnot: Mieterbund wirft Bundesregierung Passivität vor

München (dpa) - Der Deutsche Mieterbund (DMB) geht mit der Bundesregierung erneut hart ins Gericht. «Die teuren Mieten sind nicht vom Himmel gefallen», sagte DMB-Präsident Franz-Georg Rips am Mittwoch in München und warf der schwarz-gelben Koalition «Desinteresse und Passivität» vor. Eine Empfehlung für die Bundestagswahl im Herbst wolle er nicht abgeben, aber «SPD, Grüne und Linke haben viele unserer Schwerpunkte in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Wir hoffen, dass die CDU das ebenfalls tun wird.» Bauminister Peter Ramsauers (CSU) Pläne zur Wiedereinführung der Eigenheimzulage seien allerdings «die allerletzte Mottenkiste der Wohnungspolitik, in die er greift.»

Langer Winter sorgt bei deutschen Freilanderdbeeren für Verzug

Oldenburg (dpa) - Nach dem ungewöhnlich langen Winter läuft die Erdbeerernte auf deutschen Feldern dieses Jahr spürbar später an. Die ersten Früchte aus dem Freilandanbau ohne Abdeckung dürfte es um den 15. Juni geben und damit rund 14 Tage später als im vergangenen Jahr, teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Mittwoch mit. Das Bundesland stellt den Angaben zufolge ein Viertel der bundesweiten Erdbeeranbaufläche. Erste Früchte mit sogenannter Doppelabdeckung - unter Vlies und Folie - soll es dagegen Ende dieser Woche geben. Bei günstigen Temperaturen in den nächsten Tagen könnten auch diejenigen Erdbeerkulturen ohne Wärmehilfe noch vor Mitte Juni erntereif sein.

IWF-Chefin muss sich Verhör stellen - Gericht bestätigt Termin

Paris (dpa) - IWF-Chefin Christine Lagarde muss sich an diesem Donnerstag einer Vernehmung durch Ermittler des französischen Gerichtshofs der Republik stellen. Das bestätigte ein Justizsprecher am Mittwoch. Die 57-Jährige steht unter Verdacht, in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007-2011) eine gigantische Entschädigungszahlung von Hunderten Millionen Euro an den früheren Adidas-Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht zu haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Lagarde weist die Vorwürfe vehement zurück.

Experten: Nur wenige Banken verbilligen Dispokredite

 Frankfurt/Main (dpa) - Die meisten Bankkunden profitieren einer Untersuchung zufolge bei den Dispozinsen direkt nicht vom billigen Geld der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwar hat ein Großteil der Geldhäuser, die diese Zinsen an die EZB-Leitzinsen koppeln, die jüngste Senkung an die Kunden weitergegeben, wie Max Herbst von der unabhängigen FMH Finanzberatung in Frankfurt am Mittwoch sagte. Allerdings orientieren sich lediglich elf von 60 Instituten, die FMH regelmäßig beobachtet, am EZB-Leitzins. Andere legten für die Dispozinsen den Zinssatz Euribor zugrunde, den europäische Banken untereinander beim Handel von Einlagen verlangen. Zuvor berichtete auch die «Bild»-Zeitung (Mittwoch) über das Thema.

Japans Zentralbank lässt Notenpresse weiter rotieren

Tokio (dpa) - Japans Zentralbank bleibt bei ihrem aggressiven Kurs, um das Land aus der Stagnation zu reißen. Die Notenbanker hoben am Mittwoch ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage an und beschlossen, die Lockerung der Geldpolitik vorerst unverändert fortzusetzen. Das erklärte die Bank of Japan (BoJ) nach zweitägigen Beratungen. Die Notenbank hatte Anfang April die Geldschleusen noch weiter als zuvor geöffnet und will zusammen mit der Regierung den Stillstand der Wirtschaft bekämpfen. Mit der extrem expansiven Geldpolitik will die Notenbank die jahrelange Deflation mit fallenden Preisen überwinden und die Landeswährung Yen schwächen, um im Gegenzug die Exportindustrie zu stärken.

Zentralbank: Zyperns Wirtschaft könnte stärker schrumpfen

Nikosia (dpa) - Die zyprische Wirtschaft könne in diesem Jahr stärker schrumpfen als ursprünglich angenommen. «Die makroökonomischen Gefahren bleiben hoch (...) Die Rezession könnte tiefer ausfallen», sagte Giangos Dimitriou, einer der Direktoren der Zentralbank Zyperns in Nikosia, am Mittwoch im zyprischen Rundfunk. Eine genaue Zahl nannte er nicht. Bislang gehen die EU und die Regierung von einem Schrumpfen der Wirtschaft um 8,7 bis 8,9 Prozent aus. Kreise des Finanzministeriums und der Zentralbank rechnen mittlerweile mit einem Minus von gut zehn Prozent.

Dax legt Verschnaufpause ein - Warten auf Bernanke

Frankfurt/Main (dpa) – Der deutsche Aktienmarkt hat nach mehreren gewinnträchtigen Tagen in Folge am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Händlern zufolge konzentrierte sich das Anlegerinteresse auf die für den Abend erwarteten Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zur weiteren Geldpolitik des Landes. Der elf Handelstage hintereinander gestiegene Dax lag am Nachmittag zuletzt 0,08 Prozent tiefer bei 8465,39 Punkten, nachdem er kurz zuvor ein Rekordhoch von 8480 Punkten erklommen hatte. Der MDax büßte ebenfalls 0,08 Prozent ein auf 14 189,91 Punkte. Dagegen stieg der TecDax um 0,44 Prozent auf 973,17 Punkte. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,12 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2923 (Dienstag: 1,2866) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7738 (0,7772) Euro.