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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Mieterbund fordert 10 Milliarden Euro im Kampf gegen steigende Mieten


Berlin (dpa) - Deutschland hat aus Sicht des Deutschen Mieterbunds mit einer neuen Wohnungsnot zu kämpfen. »Die Menschen können das Wohnen zum Teil nicht mehr bezahlen«, sagte Präsident Franz-Georg Rips am Freitag in Berlin. Er forderte jährlich zusätzliche zehn Milliarden Euro aus staatlichen Mitteln, um den Neubau zu fördern und steigende Mieten abzufangen. Notwendig seien Steuererleichterungen für Bauherren, ein höheres Wohngeld und Zuschüsse für Energiespar-Sanierungen. Mietsteigerungen müssten gedämpft werden.

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Trotz Lichtblicks im April: Europas Automarkt weiter in Krise

Brüssel/Frankfurt (dpa) - Die Absatzkrise auf Europas Automarkt ist trotz eines Lichtblicks im April noch lange nicht ausgestanden. Zwar stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU im April um 1,7 Prozent auf 1,04 Millionen Autos. Damit wurden zum ersten Mal seit 19 Monaten in einem Monat wieder mehr Pkw neu zugelassen als ein Jahr zuvor, wie der europäische Branchenverband Acea am Freitag mitteilte. Dies taugt aber nur bedingt als Hoffnungsträger. Denn der April hatte wegen des frühen Osterfests zwei Verkaufstage mehr als 2012 - der umgekehrte Effekt hatte im März noch für zweistellige Absatzrückgänge gesorgt. Der Blick auf die ersten vier Monate ist deswegen aussagekräftiger - und da ist von einer großen Trendwende nicht viel zu sehen.

Opel bleibt doch bis Ende 2016 mit Warenverteilzentrum in Bochum

Bochum/Düsseldorf (dpa) - Der Autokonzern Opel bleibt nun doch bis Ende 2016 mit einem Warenverteilzentrum in Bochum. Das hat Opel-Strategievorstand Thomas Sedran am Freitag in Düsseldorf klargestellt. Er korrigierte damit frühere Angaben des Unternehmens, das Lager mit derzeit 430 Arbeitsplätzen solle wie die gesamte Autoproduktion Ende kommenden Jahres geschlossen werden. Sedran sprach von einem »Missverständnis« in der Kommunikation. Das Warenverteilzentrum in Bochum beliefert Händler in ganz Europa mit Ersatzteilen.

Bloomberg-Liste: Bill Gates ist wieder der Reichste

New York (dpa) - Microsoft-Gründer Bill Gates ist nach jahrelanger Unterbrechung wieder der reichste Mensch der Welt - jedenfalls nach Schätzungen des Finanzdienstleisters Bloomberg. Der Software-Spezialist steht seit Donnerstag in der von Bloomberg erstellten Liste der Milliardäre vor dem mexikanischen Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu. Das Vermögen von Gates wurde auf 72,7 Milliarden Dollar geschätzt, das des Mexikaners auf 72,1 Milliarden Dollar (55,8 Mrd Dollar). Hintergrund ist der stark gestiegene Aktienkurs von Microsoft - mit Gates als Großaktionär. Dagegen litt das Vermögen von Carlos Slim Helu unter einem neuen Gesetz in seinem Heimatland, das die Marktmacht des Telekom-Unternehmers brechen soll.

Verteidigung fordert Freispruch für Ex-Porsche-Finanzchef Härter

Stuttgart (dpa) - Die Verteidigung hat im Kreditbetrugsverfahren gegen den früheren Porsche-Finanzchef Holger Härter einen Freispruch gefordert. Die in der Verhandlung diskutierte Erklärung von Härter sei richtig und nicht erheblich für die Kreditentscheidung gewesen, sagte Härters Anwältin Anne Wehnert am Freitag in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Stuttgart. Die Anklagepunkte seien sämtlich widerlegt worden. »Herr Härter ist freizusprechen.« Die Staatsanwaltschaft hatte vor zehn Tagen eine Freiheitsstrafe von einem Jahr für den ehemaligen Porsche-Finanzchef gefordert.

Twitter, Facebook und CNN kommen auf die Google-Brille

San Francisco (dpa) - Google verbindet seine Computer-Brille Glass mit anderen Online-Diensten. Unter anderem wurden Apps für das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook und den Kurzmitteilungsdienst Twitter vorgestellt. Damit kann man unter anderem mit der Datenbrille aufgenommene Fotos direkt mit seinen Facebook-Freunden teilen oder bei Twitter reinstellen. Die Datenbrille Google Glass hat einen kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge, über den Informationen angezeigt werden können. Google will damit die Internet-Nutzung unterwegs revolutionieren.

ADAC: Vor Pfingsten kaum Bewegung bei Spritpreisen

München (dpa) - Die Spritpreise in Deutschland sind vor dem langen Pfingstwochenende kaum gestiegen. Autofahrer müssen nach Berechnungen des ADAC im bundesweiten Durchschnitt 1,554 Euro für einen Liter Super E10 bezahlen, nur wenig mehr als am Mittwoch. »Es tut sich nichts«, sagte ein Sprecher des Autoclubs am Freitag in München. Zwar könnten die Preise in den kommenden Stunden und Tagen anziehen: »Von einer Ferien-Abzocke kann man aber nicht reden.« Bereits zu Ostern waren die befürchtete Preissprünge ausgeblieben. Verantwortlich dafür sind wohl vor allem die derzeit niedrigen Ölpreise. Allerdings können die Preise regional und abhängig von der Tageszeit stark schwanken.

Dax setzt Rekordjagd fort

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seine Rekordfahrt am Freitag fortgesetzt. Im frühen Handel hatten noch Sorgen über eine Drosselung der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank sowie schwache Konjunkturdaten für Verluste gesorgt. Gegen Mittag drehte der deutsche Leitindex aber ins Plus und erreichte ein neues Rekordhoch bei rund 8407 Punkten. Zuletzt gewann er 0,31 Prozent auf 8396 Punkte. Damit zeichnet sich der neunte Gewinntag in Folge ab. Der MDax stand zuletzt 0,07 Prozent höher bei 14 061 Punkten, während der TecDax 0,39 Prozent auf 967 Punkte einbüßte. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,06 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2869 (Donnerstag: 1,2890) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7771 (0,7758) Euro.