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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Zyprischer Finanzminister zurückgetreten


Nikosia (dpa) – Der Finanzminister von Zypern, Michalis Sarris, ist am Dienstag zurückgetreten. Der Rücktritt sei von Präsident Nikos Anastasiades angenommen worden, bestätigte Regierungssprecher Christos Stylianides dem staatlichem Rundfunk Zyperns zufolge. Als Grund nannte Sarris die Untersuchungen der neu eingesetzten Kommission, die Hintergründe der Bankenkrise unter die Lupe nimmt. Zyprische Medien nannten den bisherigen Arbeitsminister Charis Georgiades als Nachfolger von Sarris. Die Kommission soll sich auch mit den Vorwürfen der Kapitalflucht von Anlegern beschäftigen, die Mitte März Insiderinformationen über bevorstehende harte Maßnahmen genutzt haben sollen, um hunderte Millionen ins Ausland zu bringen.

Trotz Atomwende: Deutschland steigert Stromexport

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Wiesbaden/Berlin (dpa) - Deutschland hat trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im vergangenen Jahr so viel Strom ins Ausland exportiert wie zuletzt vor fünf Jahren. Der Überschuss war mit 22,8 Terawattstunden (TWh) fast viermal so hoch wie noch im Jahr 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. 2012 importierte Deutschland 43,8 Terawattstunden (TWh) über die europäischen Stromnetze. Ausländische Stromversorger - hauptsächlich aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz - kauften hierzulande 66,6 TWh ein. Der Überschuss entspricht der Jahresproduktion von mehr als zwei Kernkraftwerken. 2008 hatte es einen Plus beim Stromverkauf von 22,9 TWh gegeben. Grund für den Überschuss ist die Energiewende mit der Zunahme von Solar- und Windstrom - der Anteil alternativer Energien kletterte 2012 in Deutschland auf 23 Prozent.

Teuerung in Deutschland schwächt sich weiter ab

Wiesbaden (dpa) - Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug. Die Jahresteuerung ging von 1,5 Prozent im Februar auf 1,4 Prozent im März zurück, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach vorläufigen Schätzungen. Deutlich schwächer als die Gesamtteuerung stiegen die Energiepreise (plus 0,5 Prozent). Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent an, bei der sie die Preisstabilität gewahrt sieht. Gegenüber Februar stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent.

Brüssel will drei Ländern mehr Zeit zum Sparen geben

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will Frankreich, Portugal und Spanien mehr Zeit zum Sparen geben. «Es handelt sich um eine Absicht, es wird noch von der Überprüfung abhängen», sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Brüssel. Für andere Länder wie beispielsweise die Niederlande gebe es keine entsprechenden Pläne. Die Kommission kann wegen der schweren Wirtschaftskrise unter bestimmten Bedingungen vorschlagen, die Fristen in den Defizitstrafverfahren um ein Jahr zu strecken. Frankreich muss nach bisherigen Abmachungen seine Neuverschuldung im laufenden Jahr unter die Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung bringen, Spanien und Portugal sind im nächsten Jahr an der Reihe.

Deutsche Führungsetagen: Fast 90 Prozent Männer

Berlin (dpa) - Auch 2013 sind fast 90 Prozent aller Vorstands- und Aufsichtsratsposten bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland mit Männern besetzt. Der Anteil der Frauen liege bei 11,1 Prozent, berichtete die Managerinnen-Initiative «Frauen in die Aufsichtsräte» (Fidar) am Dienstag. In den 160 untersuchten Unternehmen im Dax, MDax, SDax und TecDax gebe es zudem noch 38 Firmen, in denen überhaupt keine Frau im Vorstand oder Aufsichtsrat sei. Binnen zwei Jahren stieg der Untersuchung zufolge der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen um 4,6 Prozentpunkte - zu wenig, findet Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow, die von einer Verbesserung in «homöopathischen Dosen» spricht.

Vorwürfe wegen «Arroganz»: Apple-Chef entschuldigt sich in China

Peking (dpa) - Nach heftiger Kritik in China über schlechte Behandlung chinesischer Kunden und unzureichende Garantiezeiten hat sich Apple-Chef Tim Cook öffentlich entschuldigt. Ein «Mangel an Kommunikation» habe den Eindruck erweckt, dass sein Unternehmen «arrogant» sei und die Meinung seiner Kunden nicht zu schätzen wisse, räumte Cook in einem chinesischen Schreiben auf der Webseite ein. «Wir entschuldigen uns aufrichtig für Besorgnisse oder Missverständnisse, die dadurch bei den Kunden entstanden sind.» China ist nach den USA der zweitgrößte Markt weltweit für den Konzern. Der Apple-Chef ordnete eine Verlängerung der Garantiezeiten bei der Reparatur eines iPhone 4 und 4S in China um ein weiteres Jahr an.

Marktforscher: Jedes zweite Handy in der EU ein Smartphone

Berlin (dpa) - Smartphones lösen europaweit herkömmliche Handys ab. Laut der Marktforschungsfirma Comscore war der Dezember 2012 der erste Monat, im dem Smartphones in allen EU-Ländern mehr als die Hälfte der genutzten Mobiltelefone ausmachten. Dabei ergaben sich deutliche regionale Unterschiede: Während in Großbritannien 64 Prozent aller genutzten Mobiltelefone Smartphones sind, kommen die Computerhandys in Deutschland nur auf einen Anteil von 51 Prozent. Hier haben also noch vergleichsweise viele Menschen ein einfaches Handy ohne Internetfunktionen. Doch das ändert sich: Mehr als drei Viertel aller neu gekauften Mobilgeräte in Deutschland sind Smartphones, erklärte Comscore in einer Studie mit dem Titel «Digitales Deutschland».

Arbeitslosigkeit im Euroraum erreicht neuen Rekord

Luxemburg/Brüssel (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro- Ländern hat zu Jahresbeginn einen neuen Rekordstand erreicht. Im Februar waren 19,07 Millionen Menschen in der Eurozone ohne Job, so viele wie nie zuvor seit der Euro-Bargeldeinführung 2002. Das meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg.
Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 12 Prozent. Auch dieser Wert ist ein Rekord. Die Quote hatte bereits im Januar 12 Prozent erreicht, die Statistiker hatten jedoch zunächst 11,9 Prozent gemeldet. Am Dienstag korrigierten sie ihre Angaben. Die Lage in den südeuropäischen Krisenländern ist weiterhin besonders schwierig. Griechenland und Spanien melden eine Arbeitslosenquote von mehr als 26 Prozent. In Deutschland ist sie mit 5,4 Prozent eine der niedrigsten im Euroraum.

Googles Datenschutz-Beauftragte geht

Mountain View/New York (dpa) - Das Stühlerücken bei Google geht weiter: Mit Alma Whitten hört nun die Datenschutz-Beauftragte des Internetkonzerns auf. Ein Firmensprecher bestätigte am späten Montag die Personalie der Nachrichtenagentur dpa. Zuerst hatte das US-Magazin «Forbes» darüber berichtet. Whitten dürfte einen der schwersten Jobs bei Google gehabt haben. Die Stelle des «Director of Privacy» war vor drei Jahren geschaffen worden. Kurz zuvor hatte Google einräumen müssen, dass Kamerawagen seines Kartendienstes Street View Informationen aus ungesicherten WLAN-Netzen mitgeschnitten hatten, die auf dem Weg lagen. Außerdem musste Google mit US-Behörden Datenschutz-Auflagen vereinbaren, nachdem beim Start des sozialen Dienstes Google Buzz Kontaktinformationen der Nutzer offengelegt wurden.

Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern boomt – Preise steigen

Hamburg (dpa) – Die Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern in Deutschland boomt – auch in mittleren Großstädten. Investoren suchten angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise nach solchen Immobilien als sichere Kapitalanlage, heißt es im Deutschland- Marktbericht 2013 von Engel & Völkers Commercial. 2012 wurden nach Berechnung des Hamburger Immobilienunternehmens mit Objekten, die Geschäfts- und Wohnfläche unter einem Dach bieten, bundesweit rund 20,4 Milliarden Euro umgesetzt, nach 17 Milliarden Euro im Vorjahr. Um rund ein Zehntel legte die Anzahl der verkauften Objekte zu. An den meisten Standorten sei daher der Durchschnittspreis pro Immobilie gestiegen, sagte Marktanalyst Carsten Rieckhoff der Nachrichtenagentur dpa.

Dax überspringt locker wieder 7800-Punkte-Marke

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem langen Osterwochenende haben die meisten deutschen Aktien spürbar zugelegt. Der Leitindex Dax übersprang wieder mit Leichtigkeit die Marke von 7800 Punkten. Nachdem er in der vergangenen Woche wegen Unsicherheiten rund um die Eurozone insgesamt knapp 1,5 Prozent eingebüßt hatte, stieg er bis zum Nachmittag um 1,13 Prozent auf 7884 Punkte. Der MDax legte um 1,12 Prozent auf 13 471 Punkte zu. Der TecDax gewann 1,07 Prozent auf 942 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,99 Prozent am Donnerstag auf 1,06 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2840 (Donnerstag: 1,2805) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7788 (0,7809) Euro.