weather-image
28°

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

0.0
0.0

Mehr Autozulassungen in der EU - VW stemmt sich gegen Diesel-Krise


Brüssel/Berlin (dpa) - Volkswagens Abgas-Affäre lässt den europäischen Automarkt zurzeit noch weitgehend unbeeindruckt. In den Ländern der EU wurden im September knapp 1,36 Millionen Autos neu zugelassen - 9,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Wie der Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte, war dies der 25. Anstieg in Folge. Mehreren Wettbewerbern gelangen zuletzt aber größere Zuwächse als VW. Und weil die Abgas-Manipulationen bei Dieselmotoren erst Mitte September bekanntgeworden waren, dürften sich mögliche Einbußen in der Statistik wohl erst später zeigen. Als Gesamtkonzern legte Volkswagen im vergangenen Monat EU-weit um 8,4 Prozent auf knapp 316 000 neu zugelassene Fahrzeuge zu. Bei der Kernmarke VW-Pkw fiel die Steigerung mit 6,6 Prozent auf 152 130 Wagen deutlich geringer aus.

Anzeige

Tarifkonflikt beim Lufthansa-Kabinenpersonal spitzt sich zu

Frankfurt/Main (dpa) - Während es um die Piloten ruhig geworden ist, spitzt sich der Tarifkonflikt beim Kabinenpersonal der Lufthansa zu. Die Gewerkschaft Ufo hat einen Kompromissvorschlag vorgelegt und dem Vorstand eine Erklärungsfrist bis zum kommenden Montag gesetzt, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Freitag. Lufthansa sicherte zu, die verlangte Erklärung abzugeben, wie ein Sprecher in Frankfurt erklärte. Dennoch wird auf Gewerkschaftsseite mit einem möglichen Scheitern der Gespräche gerechnet. Ufo hat den Angaben zufolge Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe angeboten, die von den rund 19 000 Flugbegleitern etwa über Gehälter, Arbeitszeiten oder Versorgungsansprüche erbracht werden müssten. Auch der Umstellung der Betriebsrenten auf Festbeiträge will Ufo zustimmen.

Betreiber: Hauptstadtflughafen soll nach wie vor 2017 eröffnen

Berlin (dpa) - Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg hat neue Spekulationen um den Eröffnungstermin des künftigen Hauptstadtflughafens zurückgewiesen. Trotz eines Rückstands zum Zeitplan von drei bis vier Monaten bleibe das Ziel die Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017, sagte ein Sprecher. Die «Bild»-Zeitung (Freitag) hatte aus Planungsunterlagen und Aufsichtsratskreisen über eine mögliche Eröffnung im März 2018 berichtet. Eine Bestätigung des Aufsichtsrats gab es am Freitag nicht. Zwei Mitglieder erklärten, derartige Überlegungen seien ihnen nicht bekannt. Ob der Zeitplan zu halten sei, werde bei der nächsten Sitzung im Dezember besprochen.

Privates Geldvermögen steigt so langsam wie seit Jahren nicht mehr

Frankfurt/Main (dpa) - Die Flaute am Aktienmarkt hat den Anstieg der Geldvermögen in Deutschland im zweiten Quartal gebremst. Wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte, legte das Geldvermögen der privaten Haushalte von April bis Ende Juni um gut 5 Milliarden Euro oder 0,1 Prozent auf 5224 Milliarden Euro zu. Es war der geringste Anstieg seit Anfang der 90er Jahre. Zu Jahresbeginn 2015 war das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen gegenüber dem Vorquartal noch um knapp 140 Milliarden Euro gewachsen. Für Bremsspuren sorgte im zweiten Quartal vor allem die Entwicklung an den Börsen.

Inflationsrate dreht wegen fallender Energiepreise ins Minus

Luxemburg (dpa) - Im Euroraum sind die Verbraucherpreise erstmals seit einem halben Jahr wieder gefallen. Die jährliche Inflationsrate habe im September bei minus 0,1 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Damit bestätigte Eurostat eine erste Schätzung. Das ist der erste Rückgang des Preisniveaus seit März. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch leicht um 0,1 Prozent gestiegen. Nach wie vor sorgen die im Jahresvergleich stark gefallenen Ölpreise für erheblichen Druck auf die Teuerung. Die Energiepreise lagen im September 8,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Dax hält sich vor dem Wochenende nur mühsam im Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich vor dem Wochenende nur mühsam im Plus gehalten. Am Freitagnachmittag stand der Leitindex 0,27 Prozent höher bei 10 091,49 Punkten. Das Barometer der 30 wichtigsten deutschen Aktien konnte seine Höchststände aus dem frühen Geschäft dabei nicht halten. Der Dax bröckelte auf Wochensicht sogar ins Minus. Schwindender Optimismus für die Wall Street trübte die Stimmung - zuletzt wurde nur noch ein stabiler Handelsstart in New York erwartet. Der Euro fiel etwas zurück: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1360 (Donnerstag: 1,1439) US-Dollar fest. Der Dollar kostete 0,8803 (0,8742) Euro.