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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Konsumlust so hoch wie seit 13 Jahren nicht - Regierung optimistisch


Berlin (dpa) - Die Verbraucher in Deutschland sind in Kauflaune wie seit mehr als 13 Jahren nicht mehr. Niedrige Heizöl- und Benzinpreise sowie Lohnsteigerungen sorgen für gute Stimmung. Die Bereitschaft der privaten Haushalte zu größeren Anschaffungen legte im Januar ebenso zu wie die Einkommenserwartung, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Februar dürfte der Indikator für das Konsumklima auf den höchsten Stand seit November 2001 klettern. Inzwischen sehen die Bundesbürger auch die deutsche Wirtschaft nach der Schwächephase im vergangenen Herbst wieder im Aufwind. Nach wachsender Konjunkturskepsis mache sich unter den rund 2000 Befragten Zuversicht breit.

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Lebensversicherungen: Garantiezins soll vorerst stabil bleiben

Köln (dpa) - Neukunden von Lebensversicherungen können im kommenden Jahr auf einen unveränderten Garantiezins hoffen. Die einflussreiche Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat am Mittwoch empfohlen, den Zins für Neuverträge des Altersvorsorge-Klassikers 2016 nicht weiter zu senken. Die endgültige Entscheidung trifft das Bundesfinanzministerium auf Grundlage der Berechnungen der DAV-Versicherungsmathematiker und Empfehlungen der Finanzaufsicht Bafin.

iPhone 6 treibt Apple zum höchsten Quartalsgewinn der Geschichte

Cupertino (dpa) - Das iPhone 6 und ein enormer Boom in China haben Apple einen historischen Rekord im Weihnachtsgeschäft beschert. Der Gewinn stieg auf 18 Milliarden Dollar - soviel hat noch nie ein Unternehmen weltweit in einem Quartal verdient. Die umgerechnet 15,9 Milliarden Euro ergeben für Apple ein Sprung von mehr als 38 Prozent im Jahresvergleich. Der Konzern verkaufte im vergangenen Quartal 74,5 Millionen iPhones, wie Apple nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr waren es 51 Millionen.

Griechische Bankenkurse stürzen ins Bodenlose

Athen (dpa) - Den griechischen Bankensektor hat es am Mittwoch schwer erwischt: Mit Kurseinbrüchen von bis zu 30 Prozent quittierten die Finanztitel erste Pläne der neuen Links-Rechts-Regierung sowie den anhaltenden Einbruch der hellenischen Staatsanleihen. Seit klar ist, dass die neue Regierung unter der Führung des Linksbündnisses Syriza stehen wird, haben sich die Aktien der National Bank of Greece fast halbiert, alleine am heutigen Mittwoch brachen sie um fast 30 Prozent ein. Für die Aktionäre der Piräus Bank gilt es seit Wochenbeginn ebenfalls eine Halbierung zu verkraften. Die Anteile der Alpha Bank und der Eurobank Ergasias sanken um 43 und 41 Prozent im Wert.

Brüsseler Mahnung und Arbeitsmarktzahlen setzen Paris unter Druck

Paris/Brüssel (dpa) - Brüsseler Ermahnungen an den Defizitsünder Frankreich und eine Rekordarbeitslosigkeit setzen Paris unter einen verstärkten Reformdruck. »Es bekommt nur der einen Aufschub beim Defizitabbau, der währenddessen Strukturreformen umsetzt«, sagte EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen der »Stuttgarter Zeitung«. Die Reformen müssten im Parlament verabschiedet sein, gute Absichten allein zählten nicht mehr. »Die französische Regierung muss also demonstrieren, dass sie all ihre schönen Pläne auch durch die Nationalversammlung bekommt und nicht nur ankündigt«, betonte er.

Deutschland bleibt wichtigster Markt für Ikea

Helsingborg/Hofheim-Wallau (dpa) - Der weltweit führende Möbelhändler Ikea hat im Jahr 2014 von vielen Kunden in China und Nordamerika sowie einem starken Deutschlandgeschäft profitiert. Die Erlöse des Konzerns legten im abgelaufenen Geschäftsjahr (31.8.) um 2,8 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro zu, wie Ikea am Mittwoch in Helsingborg mitteilte. Der Gewinn habe wie im Vorjahr 3,3 Milliarden Euro betragen. Knapp 300 Millionen Euro seien in zwei Bonus-Programme für die 147 000 Mitarbeiter gewandert, erklärte Konzernchef Peter Agnefjäll im Gespräch mit Deutschen Presse-Agentur die Ergebnisentwicklung. Weltweit zählten die Einrichtungshäuser 716 Millionen Besucher, die Webseite des Unternehmens erreichte 1,5 Milliarden Klicks. »Das Geschäftsjahr 2014 war ein gutes Jahr für Ikea«, betonte der Manager.

Dax schwankt zwischen Griechenland-Sorge und Apple-Freude

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt konnten sich am Mittwoch nicht entscheiden: Der Unsicherheit um die Entwicklung in Griechenland stand neue Euphorie gegenüber, entfacht durch überraschend gute Geschäfte von Apple und anderen US-Konzernen. Der Dax pendelte zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt stand der Leitindex 0,28 Prozent höher bei 10 658,50 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte legte zuletzt um 0,35 Prozent auf 18 668,19 Punkte zu. Der TecDax stieg dank der Schützenhilfe von Apple und Co. um 1,22 Prozent auf 1495,99 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,32 (Vortag: 0,33) Prozent. Der Euro zog an: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1344 (1,1306) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8815 (0,8845) Euro.