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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Bundesagentur für Arbeit überrascht erneut mit Milliarden-Überschuss


Nürnberg (dpa) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat erneut mit einem Milliarden-Überschuss überrascht. Im Jahr 2014 habe die aus Beiträgen von Arbeitgebern und Beschäftigten finanzierte Arbeitslosenversicherung einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der Deutschen Presse-Agentur. »Die Bundesagentur-Finanzen haben sich im abgelaufenen Jahr sehr solide entwickelt«. Ursprünglich hatte die BA für 2014 nur mit einem Betrag von 160 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss soll nach Weises Worten in die Rücklagen fließen, das BA-Finanzpolster für Krisenzeiten wachse so auf 3,3 Milliarden Euro.

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Griechen heben Milliardensumme ab - wieder Debatte um Eurozone

Athen (dpa) - Die Furcht vieler Griechen vor einer neuerlichen Zuspitzung der Wirtschafts- und Schuldenkrise vor den Neuwahlen Ende Januar wächst. Aus Angst vor politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen hoben Medienberichten zufolge im Dezember zahlreiche Sparer und Unternehmen insgesamt 2,5 Milliarden Euro von ihren Bankkonten ab. Einige Experten diskutieren wieder offen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Umfragen deuten auf einen spannenden Wahlkampf und ein knappes Wahlergebnis hin. Die derzeitige »Mini-Kapitalflucht« sei ungewöhnlich und lasse sich nur damit erklären, dass die Bürger sich große Sorgen angesichts der vorgezogenen Wahlen am 25. Januar machen, berichtete die konservative Athener Zeitung »Kathimerini« am Mittwoch.

Verbraucherschützer: Weitere Probleme durch Niedrigzinsen

Berlin (dpa) - Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen drohen Bankkunden aus Sicht der Verbraucherzentralen weitere versteckte Belastungen. »Wir beobachten jetzt schon eine neue Fantasie bei Kontogebühren und Zuzahlungen«, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Teils seien sie legitim, manche kämen aber »heimlich durch die Hintertür, wo man genau nachfragen muss, ist das eigentlich in Ordnung.« Angesichts der Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind auch Zinsen für Kredite stark reduziert worden, an denen Geldinstitute verdienen. »Wir erleben, dass viele Verbraucher sich wirklich Sorgen machen um ihre private Altersvorsorge und um ihren Vermögensaufbau«, sagte Müller mit Blick auf ebenfalls niedrige Zinsen für Geldanlagen.

Karstadt-Betriebsrat will Transfergesellschaft für Ex-Beschäftigte

Dortmund/Essen (dpa) - Der Betriebsratschef der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt fordert eine Auffanggesellschaft für gekündigte Beschäftigte. »Wir streben eine Transfergesellschaft an«, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Hellmut Patzelt den »Ruhr Nachrichten« (Mittwoch). Anfang Januar sollen die Verhandlungen über einen möglichen Interessenausgleich und Sozialplan für 330 vom geplanten Stellenabbau betroffene Karstadt-Mitarbeiter beginnen. Das Unternehmen war am Mittwoch für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Im Zuge der Sanierung will Karstadt unter seinem neuen Eigentümer René Benko 2015 sechs Filialen schließen. Außerdem fordert die Konzernführung von den Beschäftigten finanzielle Opfer beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. Beides stößt auf Widerstand.

Roland Berger und »Wirtschaftsweiser« warnen vor Pessimismus

München (dpa) - Der Unternehmensberater Roland Berger hat zum Jahreswechsel vor einem übertriebenen Pessimismus in der deutschen Wirtschaft gewarnt. »Es gibt keinen Grund zum Jammern«, sagte der 77-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Zwar werde Deutschland wegen seines starken Exports derzeit von geopolitischen Krisen weltweit belastet. Zugleich profitiere die Wirtschaft aber auch vom niedrigen Ölpreis und dem schwächeren Euro. Auch der oberste »Wirtschaftsweise« Christoph Schmidt sieht keinen Anlass für allzu große Sorgen um die deutsche Konjunktur. »Die Botschaft zum Jahreswechsel lautet: Die deutsche Wirtschaft ist robust, sie ist aktuell noch in einem guten Zustand«, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der die Bundesregierung berät, der »Rheinischen Post« (Mittwoch).

Facebook verschiebt Einführung neuer Datenschutz-Regeln

Menlo Park (dpa) - Facebook hat die Einführung seiner neuen Datenschutz-Regeln nach Druck europäischer Regulierer um fast einen Monat auf Ende Januar verschoben. Man wolle mehr Zeit einräumen, die Änderungen zu prüfen, erklärte ein Facebook-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die neuen Regeln sollen nun erst am 30. Januar statt am 1. Januar in Kraft treten. Facebook will unter anderem die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden. Dafür sollen zum Beispiel auch Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps ausgewertet werden. Die im November angekündigten neuen Regeln waren auf Kritik bei Datenschützern gestoßen.

Bahn-Finanzchef: Gewinnziel 2014 wird wohl nicht erreicht

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn wird 2014 voraussichtlich ihr Gewinnziel verfehlen. »Ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (...) von 2,2 Milliarden Euro halte ich mittlerweile für eher unwahrscheinlich«, sagte Finanzvorstand Richard Lutz in der Januar-Ausgabe der Mitarbeiterzeitung »DB Welt«. Damit könne das Unternehmen nicht zufrieden sein. Als Gründe nannte der Manager Belastungen durch die Lokführerstreiks, den Sturm »Ela«, die starke Konkurrenz durch Fernbusse und »zusätzliche Planabweichungen in einigen Geschäftsfeldern«. Abzüglich Zinsen und Steuern sowie der geplanten Dividende für den Eigentümer Bund »bleiben am Ende nur noch 200 bis 300 Millionen Euro übrig. Und das ist für das, was wir vorhaben - nämlich in zusätzliches Wachstum zu investieren - schlicht zu wenig«, merkte Lutz an.

Chinas Zughersteller wollen durch Mega-Fusion Bahn-Weltmarkt erobern

Peking (dpa) - Die beiden größten chinesischen Zughersteller haben sich zusammengeschlossen, um auf dem Weltmarkt gemeinsam gegen Rivalen wie Siemens und Bombardier anzutreten. Nach der Verkündung der Mega-Fusion zwischen China CNR und CSR schossen die Aktien der Unternehmen am Mittwoch in Hongkong und Shanghai in die Höhe. Beide hatten zuletzt einen Marktwert von umgerechnet rund 21 Milliarden Euro. In einer Mitteilung an der Shanghaier Börse am Dienstagabend hieß es, der Zusammenschluss solle »einen neuen grenzüberschreitenden und weltweit führenden Anbieter für hochwertige Bahnausrüstung schaffen«, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua zitierte. Bei der Erkundung des Weltmarktes sollten so auch »Grabenkriege« zwischen beiden Herstellern von Hochgeschwindigkeitszügen vermieden werden.