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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Chemie-Gewerkschaft will Drei-Tage-Woche für 60-Jährige


Berlin/Hannover (dpa) - Die Chemie-Gewerkschaft IG BCE will in der kommenden Tarifrunde 2015 eine kürzere Wochenarbeitszeit für Beschäftigte ab 60 Jahren fordern. »Ab 60 Jahren sollen künftig auch eine Drei- oder eine Vier-Tage-Woche möglich sein«, sagte IG-BCE-Vorstand Peter Hausmann der »Rheinischen Post« (Mittwoch). »Es geht darum, die Belastungen zu verringern, dann können die Beschäftigten auch länger in den Betrieben gehalten werden.« Für den Bundesarbeitgeberverband Chemie ist eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung ab 60 keine Option. Die Tarifkommission der IG BCE hatte am Dienstag eine solche Forderung beraten, über die im Rahmen der nächsten Tarifrunde verhandelt werden soll. Die Beschäftigten sollen von der Rentenkasse eine Teilrente und vom Betrieb einen Lohnausgleich erhalten.

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Einbruch der Märkte in Brasilien und Russland belastet Autoindustrie

Berlin/Brüssel (dpa) - Der Einbruch der Märkte in Russland und Brasilien macht der Autoindustrie zunehmend zu schaffen. In Brasilien sanken die Verkäufe im August um 17 Prozent, in Russland ging es sogar um fast 26 Prozent nach unten. Der deutsche Branchenverband VDA sprach am Mittwoch in Berlin von einer »schwierigen Verfassung« der beiden Märkte. Dagegen sind die weltweit wichtigsten Märkte China und die USA weiter auf Wachstumskurs und stützen damit die Autokonjunktur. In China wurden im August knapp 1,4 Millionen Neuwagen verkauft. Dies waren fast 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der US-amerikanische Markt stieg um gut 5 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Fahrzeuge.

Banken: Internationale Krisen belasten deutsche Wirtschaft

Berlin (dpa) - Die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten dämpfen aus Sicht des Bankenverbands das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Der Branchenverband senkte am Mittwoch seine Konjunkturprognose für dieses Jahr von 1,8 auf 1,5 Prozent. Im nächsten Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 Prozent wachsen - bisher hatten die Banken ein Plus von 2 Prozent erwartet. Die Unternehmen zögerten mit Investitionen, die Wirtschaft verliere an Schwung, hieß es. Die Gefahr einer Rezession bestehe aber nicht. Wichtige Rahmenbedingungen seien günstig: hohe Beschäftigung, niedrige Zinsen, gute Aussichten für die Konjunktur in den USA und ein niedriger Euro-Kurs.

Studie: Viele Privatanleger erzielen mit Immobilien kaum Rendite

Frankfurt/Main (dpa) - Investitionen in Immobilien lohnen sich für Privatanleger in Deutschland einer Studie zufolge oft nicht. Nach einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Wertgrund Immobilien AG erwirtschaften 8,5 Prozent der Immobilienanlagen negative Bruttorenditen, weitere 24,6 Prozent erzielen eine Rendite von null Prozent. Ein Fünftel der Investitionen (20,7 Prozent) in Immobilien wirft Bruttorenditen von null bis zwei Prozent ab. Die Studie bezieht sich auf Daten aus dem Jahr 2012. »Geht man von einer durchschnittlichen Inflation von jährlich zwei Prozent aus, liegen die Renditen von mehr als 50 Prozent der Immobilieninvestitionen unterhalb der Inflationsgrenze«, sagte der Wertgrund-Vorstandsvorsitzende Thomas Meyer. Allerdings hätten Immobilienanlagen insgesamt auch während der Finanzkrise stabile Durchschnittsrenditen von jährlich zwei bis drei Prozent erzielt.

Mehr Platz für Passagiere des Hauptstadtflughafens gesucht

Berlin (dpa) - Der neue Hauptstadtstadtflughafen wird nach Erwartung der Betreiber vom Start weg zu klein sein. An diesem Freitag will der Aufsichtsrat deshalb darüber beraten, wo zusätzlicher Platz für Passagiere geschaffen werden kann. Zur Vorbereitung trat am Mittwoch der Projektausschuss des Kontrollgremiums zusammen. Der Aufsichtsrat hatte Flughafenchef Hartmut Mehdorn fünf Millionen Euro für die Planung bewilligt. Er will zusätzlich zum Neubau das benachbarte Terminal des alten Schönefelder Flughafens nutzen. Vereinbart ist aber, dass dort die Flugbereitschaft des Bundes einzieht, bis das neue Regierungsterminal nebenan gebaut ist. Daran will er Bund auch nicht rütteln, Mehdorn soll beides unter einen Hut bringen.

Dax legt zu - Hoffnung auf weiter lockere US-Geldpolitik beflügelt

Frankfurt/Main (dpa) - Hoffnungen auf eine weiter lockere US-Geldpolitik haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch Gewinne beschert. Der Leitindex Dax legte um 0,39 Prozent auf 9671 Punkte zu. Der MDax gewann 0,75 Prozent auf 16 160 Punkte und der TecDax stieg um 0,92 Prozent auf 1242 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,55 Prozent hoch. Das heutige Top-Thema am Markt ist das Sitzungsergebnis der US-Notenbank Fed nach dem Börsenschluss in Europa. Zudem wirft das morgige Referendum in Schottland über eine künftige Unabhängigkeit seine Schatten voraus. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,82 Prozent am Vortag auf 0,83 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 137,15 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2956 (Dienstag: 1,2949) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7718 (0,7723) Euro.