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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Stiftung Warentest: Konto-Überziehen noch immer zu teuer


Viele Banken verlangen von ihren Kunden laut Stiftung Warentest noch immer überhöhte Zinsen fürs Konto-Überziehen. Wer ins Minus rutscht, muss Dispozinsen von bis zu 14,25 Prozent zahlen, ergab ein am Dienstag veröffentlichter Vergleich für die Zeitschrift »Finanztest«. Nach Ansicht der Tester müsste ein fairer Dispozins deutlich unter zehn Prozent liegen, denn die Banken selbst können sich Geld zu historisch niedrigen Konditionen leihen. Die Stiftung Warentest hatte die Konditionen von 1504 Banken verglichen und stieß auf große Unterschiede. Der günstigsteAnbieter verlangte für den Dispo 4,9 Prozent. Im Schnitt zahlten Kunden zum Stichtag 1. August 10,65 Prozent.

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Lufthansa fliegt Normalbetrieb nach abgesagtem Pilotenstreik

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lufthansa ist nach dem kurzfristig abgesagten Pilotenstreik ohne Probleme in den Dienstag gestartet. »Wir fliegen den normalen Flugplan«, erklärte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Einzige Ausnahme seien sieben Interkontinentalflüge, die noch unter dem Eindruck der Streikdrohung auf den Morgen vorverlegt worden waren. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Montagabend überraschend den für Dienstag geplanten achtstündigen Streik am Frankfurter Flughafen abgesagt. Cockpit begründete die Streikabsage damit, neue Gespräche mit der Airline anzupeilen. Allerdings hatte Lufthansa vorher angekündigt, sämtliche vom Streik bedrohten Überseeflüge durchführen zu können. In dem Tarifkonflikt geht es um Regelungen zum Vorruhestand der Piloten.

Gericht hebt einstweilige Verfügung gegen Taxi-Konkurrent Uber auf

Frankfurt/Main (dpa) - Etappensieg für den Taxi-Konkurrenten Uber: Das Landgericht Frankfurt hat am Dienstag seine einstweilige Verfügung aus dem August aufgehoben. In der Sache sei die Verfügung zwar rechtens gewesen, entschied das Gericht. In der mündlichen Verhandlung habe sich aber »herausgebildet, dass die zunächst vermutete Dringlichkeit als widerlegt zu erachten ist«, erklärte der Vorsitzende Richter Frowin Kurth. Es gebe somit keinen Grund mehr, den Streit per Eilentscheidung zu entscheiden. Damit darf das kalifornische Unternehmen nun etwa über seinen Dienst UberPop in Deutschland Fahrgäste an private Fahrer vermitteln. Die Genossenschaft Taxi Deutschland kündigte allerdings unmittelbar nach dem Urteil an, in Berufung zu gehen. Letzte Instanz im Eilverfahren ist das Oberlandesgericht (OLG).

Studie: Klimaschutz muss nicht unter Wirtschaftswachstum leiden

New York (dpa) - Die weltweite Wirtschaft muss einer Studie zufolge in den kommenden Jahren nicht zulasten des Klimaschutzes wachsen. Die beiden Ziele seien vereinbar und könnten sich sogar ergänzen, sagte der frühere mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón am Dienstag in New York bei der Vorstellung des Papiers zu einer »neuen Klimaökonomie«: »Der Bericht liefert überzeugende Belege dafür, wie der technologische Wandel neue Möglichkeiten schafft, um das Wachstum zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen, Unternehmensgewinne zu erhöhen und die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.« Entscheidend für eine Balance aus Wirtschaftskraft und Klimaschutz sei allerdings, dass Regierungen und Unternehmen in den kommenden 15 Jahren Innovationen förderten, ihre Ressourcen effizienter einsetzten und in eine bessere Infrastruktur investierten.

OECD-Konzept gegen Steuerschlupflöcher für Konzerne

Paris (dpa) - Internationale Konzerne sollen bei Gewinnverlagerungen und der Suche nach Steuerschlupflöchern künftig ausgebremst werden. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legte am Dienstag erste Vorschläge vor, mit denen sogenannte aggressive Steuergestaltungen globaler Unternehmen eingedämmt werden sollen. Die Verschiebung von Gewinnen sei eine ernsthafte Gefahr für gerechte Steuersysteme, sagte der Chef der Industrieländer-Organisation, Angel Gurría, in Paris. Die OECD-Vorlage soll Ende der Woche von den Finanzministern der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gebilligt werden.

ZF-Betriebsrat unterstützt TRW-Übernahme - »Arbeitsplätze gesichert«

Friedrichshafen (dpa) - Die Arbeitnehmervertretung der ZF Friedrichshafen steht hinter der Übernahme des US-Zulieferers TRW Automotive. »Der Zukauf von TRW bietet aus unserer Sicht viele Chancen«, teilten der ZF Gesamtbetriebsrat und0 die IG Metall am Dienstag gemeinsam mit. Zwar geschehe eine solche Übernahme nicht ohne Risiken. »Diese wurden ausgiebig untersucht und konnten zum großen Teil ausgeschlossen oder abgemildert werden. Insgesamt sehen wir für die Zukunft der ZF als vereintes Unternehmen im Bereich Markt, Kunden, Innovation und Zukunftstechnologien mehr Chancen als Risiken.«

Erster großer Fernbusanbieter gibt wegen Millionenverlusten auf

Frankfurt/Berlin (dpa) - Im hart umkämpften deutschen Fernbusmarkt gibt der erste große Anbieter auf. Das Frankfurter Unternehmen City2City bestätigte am Dienstag einen Bericht der »Berliner Zeitung«, dass es seinen Betrieb zum 13. Oktober einstellt. Als Grund nannte eine Sprecherin die niedrigen Ticketpreise auf dem Markt. City2City habe keine Möglichkeit gesehen, in Deutschland ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Man sei zwar das erste, aber sicher nicht das letzte Fernbus-Unternehmen, das den Betrieb einstelle. Hinter City2City steht der britische Branchenriese National Express. Das Unternehmen war nach Daten des Branchenverbandes BDO bislang die Nummer 5 auf dem deutschen Markt. Die Sprecherin bezifferte die Verluste dort auf zwei Millionen britische Pfund (2,5 Mio Euro) im Jahr 2013.

Dax im Minus - Warten auf Fed und Schottland-Referendum

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag vor wichtigen Ereignissen im weiteren Wochenverlauf nachgegeben. Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA hatten unter dem Strich nur wenig Einfluss auf den deutschen Leitindex, der 0,45 Prozent auf 9616 Punkte verlor. Damit knüpfte er an die lustlose Entwicklung der vergangenen Handelstage an. »Die Konsolidierungsphase geht in die Verlängerung«, kommentierte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar die Entwicklung. Für den MDax ging es um 0,67 Prozent auf 16 014 Punkte bergab. Der TecDax verlor sogar 1,78 Prozent auf 1229 Punkte. Hier belastete der Kursrutsch beim Index-Schwergewicht United Internet. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,84 Prozent am Vortag auf 0,82 Prozen. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 137,28 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2949 (Montag: 1,2911) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7723 (0,7745) Euro.