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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Deutscher Wirtschaft droht Einbruch im 2. Quartal

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Die deutsche Wirtschaft steuert auf ihren ersten Einbruch seit rund zwei Jahren zu. Dafür sprechen zahlreiche schwache Konjunkturdaten der letzten Wochen. Am Donnerstag enttäuschte die Industrieproduktion mit einem mauen Wachstum. Immer mehr Bankvolkswirte gehen nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal zurückgegangen ist. Mit Spannung wird daher die Veröffentlichung der BIP-Daten vom Statistischen Bundesamt am kommenden Donnerstag (14.8.) erwartet.

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Rheinmetall senkt nach gestopptem Russland-Geschäft die Prognose

Düsseldorf (dpa) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall senkt nach dem Verbot eines Geschäfts mit Russland seine Umsatz- und Gewinnziele. Die Bundesregierung hatte Anfang der Woche die Lieferung eines mehr als 100 Millionen Euro teuren Gefechtsübungszentrums an Moskau wegen der Ukrainekrise gestoppt. Daraufhin korrigierte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen seinen Ausblick für das laufende Jahr nach unten.

Deutsche Telekom erhöht Tempo - US-Mobilfunktochter glänzt

Bonn (dpa) - Ein kräftiges Wachstum der US-Mobilfunktochter und ein stabiles Inlandsgeschäft treiben die Deutsche Telekom an. Im ersten Halbjahr kletterte der Konzernüberschuss des Bonner Unternehmens bei einem nahezu stabilen Umsatz von 30 Milliarden Euro auf 2,5 Milliarden Euro, teilte die Telekom am Donnerstag in Bonn mit. Im zweiten Quartal lag das Gewinnplus verglichen mit dem Vorjahr bei 34 Prozent. Gründe hierfür sind den Angaben zufolge vor allem positive Ergebnisauswirkungen des Tauschs von Funkfrequenzen mit dem US-Betreiber Verizon gewesen.

Bauernverband: Russisches Einfuhrverbot ohne große Folgen

Berlin (dpa) - Das russische Einfuhrverbot für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel wird die deutsche Landwirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes nur begrenzt zusätzlich treffen. Bereits seit dem Herbst/Winter 2013 gebe es Einfuhrsperren für Schweinefleisch aus der EU und für Käse aus Deutschland, teilte der Verband am Donnerstag mit. Andere EU-Ländern könnten nun deutlich stärker betroffen sein, zum Beispiel beim Handel mit Obst und Gemüse. Wichtigste deutsche Agrarexportgüter nach Russland seien Schweinefleisch, Backwaren, Käse und Kakaoprodukte.

DFB erringt Punktsieg gegen Real - Zwischenschritt im Adler-Streit

München (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund hat sich im Adler-Streit mit der Supermarktkette Real zumindest in einem Punkt vor Gericht zunächst durchgesetzt. Das Landgericht München bestätigte eine einstweilige Verfügung, die der Metro-Tochter untersagt, T-Shirts und Matten mit einem dem DFB-Adler ähnlichen Logo zu verkaufen. Das Logo gleiche den geschützten Marken des DFB so sehr, dass es ohne Zweifel die Markenrechte verletze. Der Streit um die millionenschwere Adler-Marke des DFB ist damit aber längst nicht aus der Welt, denn die Auseinandersetzung wird inzwischen an anderer Stelle ausgetragen.

Umsatzeinbrüche bei Adidas im Nordamerika-Geschäft

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Halbjahr massive Umsatzeinbrüche in Nordamerika hinnehmen müssen. So ging der Konzernumsatz in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent zurück, wie Adidas am Donnerstag mitteilte. Zwischen April und Juni stieg der Umsatz nur um zwei Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro. Der Gewinn knickte im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 144 Millionen Euro ein. Besonders Probleme in Russland und im Golf-Geschäft haben dem Dax-Konzern zu schaffen gemacht.

Dax bewegt sich kaum

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Donnerstag kaum bwegt. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,02 Prozent schwächer bei 9128 Punkten. Der MDax stieg um 0,13 Prozent auf 15 406 Punkte und der TecDax gewann 0,05 Prozent auf 1171 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,06 Prozent hoch. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3368 (Mittwoch: 1,3345) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7481 (0,7493) Euro.