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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Deutsche so reich wie nie - Privatvermögen wächst trotz Krise

Frankfurt/Main (dpa) - Das private Geldvermögen der Deutschen wächst trotz Schuldenkrise unaufhörlich weiter. Nach Berechnungen des Versicherungskonzerns Allianz stieg das Bruttovermögen der Privathaushalte im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf das Rekordniveau von 4715 Milliarden Euro. Zwar war das Plus deutlich geringer als in den beiden Vorjahren, als die Deutschen ihr als Bargeld, Sichteinlagen, Versicherungen oder Wertpapiere gehaltenes Vermögen um jeweils sechs Prozent vermehrten. «Aber jetzt wächst das deutsche Privatvermögen im Gleichschritt mit dem globalen Wachstum und schneller als in den Industrieländern, in den Vorjahren hinkte Deutschland hinterher», sagte Allianz-Ökonom Arne Holzhausen am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des «Global Wealth Reports».

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ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich nach EZB-Beschlüssen auf

Mannheim (dpa) - Die Zuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im September dank der jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise wieder aufgehellt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen nach zuletzt vier Rückschlägen in Folge um 7,3 Punkte auf minus 18,2 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten mit einem etwas schwächeren Anstieg auf minus 20,0 Punkte gerechnet. Nach Einschätzung von ZEW-Präsident Wolfgang Franz dürfte die Verbesserung vor allem auf das neue Anleihekaufprogramm der EZB zurückgehen.

Stimmungsabschwung im Handel - Energiekosten belasten

Düsseldorf (dpa) - Kräftig steigende Energiekosten überschatten im deutschen Einzelhandel die Freude auf das Weihnachtsgeschäft. Die Stimmung in der mehr als 3 Millionen Mitarbeiter zählenden Branche ist laut Handelsverband Deutschland (HDE) so schlecht wie seit langem nicht mehr. Erstmals seit mehr als zwei Jahren überwiege wieder der Anteil der Händler mit einer schlechten Lagebewertung gegenüber denen mit einer guten, teilte der HDE am Dienstag in Düsseldorf mit. Ein Anstieg der Spritpreise um 5,9 Prozent und der Preise für Haushaltsenergie um 6,1 Prozent seit Jahresbeginn 2012 lasse den Verbrauchern weniger Geld für den Konsum. Höhere Energie- und Transportkosten drückten zusätzlich über die Betriebskosten auch auf die Margen der Einzelhändler.

Autoverkauf in Europa weiter schwach - Weltmarkt expandiert

Brüssel/Berlin (dpa) - Die Schuldenkrise lähmt den Verkauf vom Autos in der Europäischen Union immer mehr. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ging im August den elften Monat in Folge zurück. Weltweit stieg jedoch der Autoabsatz, denn die USA, China, Russland, Japan und Brasilien verbuchten enorme Zuwächse. In der EU sank die Zahl verkaufter Autos in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 8,27 Millionen, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Im August wurden 688 168 neue Fahrzeuge zugelassen, das waren 8,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Anfahren gegen den Abschwung: Nutzfahrzeug-Welt bleibt gespalten

Hannover (dpa) - Die Aussichten für Europas Nutzfahrzeugbauer scheinen ungewisser denn je. Die schwere Absatzkrise in der Heimat schraubt die Bedeutung der wichtigen Wachstumsmärkte in Übersee nach oben. Das wird je nach Aufstellung zum Vor- oder Nachteil. Nach einer vielversprechenden Aufholjagd zum Ende der Weltwirtschaftskrise wagt die Branche daher zum Auftakt ihrer internationalen Leitmesse IAA in Hannover bestenfalls verhalten optimistische Prognosen. Der von Europa eher unabhängige Branchenprimus Daimler ist trotz schwankender globaler Märkte nach zwei Dritteln des laufenden Jahres mit einem klarem Plus unterwegs. In den ersten acht Monaten 2012 seien ein Fünftel mehr Laster als im Vorjahreszeitraum verkauft worden, teilte der Konzern zum Start der IAA-Medientage mit.

Deutsche Börse verlängert Vertrag von Vorstandschef Francioni

Frankfurt/Main (dpa) - Reto Francioni bleibt bis Ende Oktober 2016 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse. Der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns verlängerte den Vertrag des 57-Jährigen für eine weitere Amtszeit, wie die Deutsche Börse AG am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Francioni ist seit November 2005 Chef der Börse. Nach dem Scheitern der Fusion mit der New Yorker NYSE in diesem Februar war über seinen vorzeitigen Abtritt spekuliert worden. Kassamarktvorstand Frank Gerstenschläger (52) geht indes auf eigenen Wunsch zum 31. März 2013. Neu in den Vorstand kommt Hauke Stars (45). Sie soll zum 1. Dezember die Verantwortung für die IT übernehmen.

Vorfreude aufs iPhone 5: Apple-Aktie erreicht neues Allzeithoch

New York (dpa) - Die starke Nachfrage nach dem neuen iPhone hat die Apple-Aktie auf ein neues Rekordhoch getrieben. Das Papier stieg am Montag in New York bis auf 699,80 Dollar und schloss bei 699,78 Dollar. Das war ein Plus von gut einem Prozent im Vergleich zum Schlusskurs der Vorwoche. Am Dienstag dürfte die Marke von 700 Dollar geknackt werden: Die Aktie notierte vorbörslich bei 701,70 Dollar. Die Nachfrage nach dem iPhone 5 ist so stark wie bei keinem Vorgängermodell. In den ersten 24 Stunden seien mehr als zwei Millionen Vorbestellungen für das Smartphone eingegangen, erklärte Apple. Das sind mehr als doppelt so viele wie für den bisherigen Rekordhalter und direkten Vorläufer iPhone 4S.

Stahlkocher korrigieren Prognose nach unten

Düsseldorf(dpa) - Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise im Euro-Raum hat die deutsche Stahlindustrie ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Statt einer noch im Januar erwarteten Rohstahlproduktion von 44,0 Millionen Tonnen rechne die Branche für 2012 nun nur noch mit einer Erzeugung von 42,5 Millionen Tonnen, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Dienstag in Düsseldorf mit. Im bisherigen Verlauf des Jahres sei die Produktion bereits um rund fünf Prozent zurückgegangen, hieß es. Noch im vergangenen Jahr waren in Deutschland 44,3 Millionen Tonnen Rohstahl gekocht worden. Eine konjunkturelle Trendwende sei derzeit «nicht unmittelbar» in Sicht, so Verbandspräsident Hans-Jürgen Kerkhoff.

Dax leicht im Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Dienstag hinter sein Vierzehnmonats-Hoch zurückgefallen. Der deutsche Leitindex gab bis zum Nachmittag um 0,64 Prozent auf 7357 Punkte nach, nachdem er alleine seit Monatsbeginn um fast sieben Prozent geklettert war. Der MDax mittelgroßer Werte verlor derweil 0,76 Prozent auf 11 077 Punkte, und der TecDax sank um 0,41 Prozent auf 811 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,32 (Vortag: 1,34) Prozent. Der Euro fiel erneut: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3054 (Montag: 1,3086) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7661 (0,7642) Euro.