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DFB-Team in Rio eingetroffen - Löw: «Gibt keinen Favoriten»


Santo André (dpa) - Das deutsche Team ist im Endspielort. Die Mannschaft traf am späten Freitagabend (Ortszeit) rund 42 Stunden vor dem Anpfiff des WM-Finals gegen Argentinien nach dem Flug von Porto Seguro in Rio de Janeiro ein. «Im Finale gibt es keinen Favoriten. Egal, wie die Spiele vorher waren. Unser 7:1 gegen Brasilien hat jetzt keine Bedeutung mehr», erklärte Bundestrainer Joachim Löw im ARD-Hörfunk. Die 22 verfügbaren Spieler fiebern dem Final-Anstoß am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) im Fußball-Tempel Maracanã entgegen. Löw warnte davor, die Partie gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien als Selbstläufer zu sehen.

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Merkel tippt auf Deutschland-Sieg im WM-Endspiel

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hält einen Sieg der deutschen Auswahl im WM-Finale für alles andere als ausgemacht. «Das wird morgen sicherlich nicht ganz einfach, nach dem 7:1 denkt jeder 'Es ist schon fast geschafft', deshalb werden wir alle nochmal die Daumen drücken müssen», sagte sie am Samstag im ZDF. «Argentinien wird sich auch anstrengen, es hat noch nie in Lateinamerika eine europäische Mannschaft gewonnen.» Wie das Spiel ausgehe, sei ihr egal - «Hauptsache gewonnen», sagte Merkel. Dass sie mit Bundespräsident Joachim Gauck zum Spiel fahre, sei normal und habe nichts mit Eigenwerbung zu tun.

Kolumbien-Star James Rodríguez: Kroos wäre großer Gewinn für Real

Madrid (dpa) - Kolumbiens Torjäger James Rodríguez hat Fußball- Nationalspieler Toni Kroos in hohen Tönen gelobt. Er habe gegen ihn bei der U-17-WM in Südkorea gespielt, sagte er in einem Interview des spanischen Sportblatts «Marca» (Samstag). «Schon damals machte er den Unterschied aus», erklärte er. Daher wäre er als Neuverpflichtung für Real Madrid ein großer Gewinn. «Er hat sehr viel Talent.»
Auch Rodríguez, der am Samstag seinen 23. Geburtstag feierte, kann sich nach eigenen Worten einen Wechsel vom AS Monaco zu den «Königlichen» sehr gut vorstellen.

Argentinien-Trainer Sabella lässt seine Zukunft offen

Rio de Janeiro (dpa) - Argentiniens Trainer Alejandro Sabella hat seine Zukunft nach dem WM-Finale gegen Deutschland offen gelassen und verärgert auf Berichte über seinen bevorstehenden Abschied reagiert. «Für mich ist die Zukunft das nächste Training und das Endspiel der Weltmeisterschaft. Jetzt an etwas anderes zu denken, wäre ein Mangel an Respekt», sagte der 59-Jährige am Freitag (Ortszeit) der Sportzeitung «Olé». Sabellas Berater hatte zuvor in Gesprächen mit mehreren Medien erklärt, dass der Erfolgscoach nach dem Endspiel von seinem Posten zurücktreten wolle. «Er geht. Was auch immer passiert, Sabella wird die Nationalmannschaft verlassen. Mit oder ohne Titel geht ein Zyklus zu Ende», sagte der Agent Eugenio López.

Fast 26 000 Sicherheitskräfte zum WM-Finale in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro (dpa) - Zum WM-Finale zwischen Argentinien und Deutschland im Maracanã-Stadion erlebt Rio de Janeiro nach Angaben der Behörden den bislang größten Sicherheitseinsatz seiner Geschichte. Fast 26 000 Uniformierte seien daran beteiligt, sagte der Sicherheitsminister des Bundesstaats Rio, José Mariano Beltrame, am Freitag (Ortszeit). «Dies ist eine riesige Verantwortung für uns alle», ergänzte er. Nach Medienberichten sind unter den Uniformierten rund 15 000 Militärpolizisten.

Brasiliens Verbands-Vize für Verbleib Scolaris

Rio de Janeiro (dpa) - Der designierte Präsident des Brasilianischen Fußballverbandes (CBF), Marco Polo Del Nero, hat sich für einen Verbleib von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari ausgesprochen. In Presseberichten vom Freitag (Ortszeit) lobte der derzeitige Verbands-Vize die Arbeit des Coaches. «Wenn es nach mir geht, soll er bleiben», sagte er laut «Estado de São Paulo». Er relativierte zugleich die 1:7-Schlappe gegen die Deutschen im Halbfinale. «Was da geschah, war ein taktischer Fehler. Das war das Problem. Aber wir alle machen mal Fehler», sagte Del Nero, der 2015 den gegenwärtigen Verbandschef José Maria Marín ablösen soll.

Papst zum WM-Ende: Sport soll immer Kultur der Begegnung fördern

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat zum Ende der Fußball-WM in Brasilien erneut die verbindende Rolle des Sports unterstrichen. Die Weltmeisterschaft habe Menschen verschiedener Länder und Religionen zusammengeführt, twitterte Franziskus am Samstag. «Möge der Sport stets die Kultur der Begegnung fördern», fügte er an. Ein Vatikan-Sprecher hatte zuvor erklärt, der Papst werde sich wohl über den Verlauf des WM-Endspiels seiner argentinischen Landsleute gegen die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag informieren.

Bradl verpasst Podestplatz beim Heimrennen - Neunter Sieg für Marquez

Hohenstein-Ernstthal (dpa) - Stefan Bradl hat beim Motorrad-Grand-Prix von Deutschland einen Podestplatz klar verpasst. Trotz anfangs deutlicher Führung belegte der Zahlinger am Sonntag bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal nur den enttäuschenden 16. Platz in der Königsklasse MotoGP. Ungefährdeter Sieger wurde der Spanier Marc Marquez, der im neunten WM-Rennen seinen neunten Erfolg feierte.

DTM-Neuling Maxime Martin gewinnt Rennen in Russland

Wolokolamsk (dpa) - Rookie Maxime Martin hat im russischen Wolokolamsk zum ersten Mal ein Rennen im Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen. Auf dem «Moscow Raceway» 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt verwies der Belgier am Sonntag seinen BMW-Markenkollegen Bruno Spengler auf Rang zwei. Mattias Ekström im Audi wurde Dritter knapp vor Spitzenreiter Marco Wittmann. BMW-Fahrer Wittmann konnte seine Gesamtführung nach fünf von zehn Rennen ausbauen.

Petkovic gewinnt Tennis-Turnier in Bad Gastein

Bad Gastein (dpa) - Andrea Petkovic hat zum zweiten Mal nach 2009 das WTA-Tennisturnier in Bad Gastein gewonnen. Die 26 Jahre alte Darmstädterin setzte sich im Finale am Sonntag souverän 6:3, 6:3 gegen die Qualifikantin Shelby Rogers aus den USA durch. Für ihren Erfolg benötigte die Weltranglisten-20. lediglich 73 Minuten. Petkovic feierte nach ihrem Erfolg in Charleston den zweiten Titel in diesem Jahr und den vierten ihrer Karriere. Die Fed-Cup-Spielerin war bei der mit 250 000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung an Nummer vier gesetzt.

Deutschland-Achter siegt am Rotsee – Hacker auf Rang drei

Luzern (dpa) - Der Deutschland-Achter hat den Weltcup in Luzern gewonnen. In einem packenden Finale siegte die Mannschaft um Schlagmann Felix Wimberger aus Passau mit einer knappen halben Länge vor Russland und Großbritannien. Siegreich war auch der Frauen-Doppelvierer. Der Magdeburger Marcel Hacker belegte am Sonntag im Einer den dritten Platz hinter Olympiasieger Mahe Drysdale aus Neuseeland und Weltmeister Ondrej Synek aus Tschechien.

Kajak-Sprintduo Rauhe/Liebscher holt Gold bei Kanu-EM

Brandenburg/Havel (dpa) - Ronald Rauhe und Tom Liebscher haben bei der Kanu-EM den dritten Titel für die deutschen Kanuten geholt. Das Duo setzte sich am Sonntag in Brandenburg/Havel im Kajak-Zweier über die Sprintdistanz gegen die kontinentale Konkurrenz durch. Erst vor wenigen Monaten waren die beiden zusammen in ein Boot gesetzt worden.

Holtwick/Semmler gewinnen Grand-Slam-Turnier in Gstaad

Gstaad (dpa) - Die Beachvolleyballerinnen Katrin Holtwick und Ilka Semmler haben erstmals ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Das Duo aus Essen setzte sich am Sonntag im schweizerischen Gstaad 24:22, 21:16 gegen die Stuttgarterinnen Karla Borger und Britta Büthe durch. Der Sieg von Holtwick/Semmler war der zweite Erfolg deutscher Damen bei einem Grand Slam. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst aus Hamburg hatten Anfang Mai in Shanghai Rang eins geholt. Die Berliner Jonathan Erdmann und Kay Matysik hatten in Gstaad das Spiel um Platz drei gegen die US-Amerikaner Nick Lucena/Ryan Doherty mit 19:21, 16:21 verloren.

Schwimm-Olympiasieger Thorpe: Ich bin nicht heterosexuell

Berlin (dpa) - Australiens Schwimm-Ikone Ian Thorpe hat seine Homosexualität in einem TV-Interview öffentlich gemacht. Der 31-Jährige antwortete am Sonntag auf eine entsprechende Frage des Senders Channel 10: «Ich bin nicht hetero. Das ist etwas, was ich erst vor zwei Wochen meinem engsten Umfeld sagen konnte.» Der fünffache Olympiasieger hatte zuvor trotz anhaltender Gerüchte stets erklärt, nicht schwul zu sein. Thorpe war Ende 2006 vom Leistungssport zurückgetreten, konnte sich bei seinem Comeback aber nicht für Olympia 2012 qualifizieren. In dem Interview sagte Thorpe zudem, er habe mit 19 das erste Mal Antidepressiva genommen.