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dpa-Nachrichtenüberblick Sport

FIFA-Affäre: Zwanziger fordert Konsequenzen für Havelange =

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes der Korruptionsaffäre im Fußball-Weltverband hat FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger Konsequenzen für Ehrenpräsident Joao Havelange gefordert. «Natürlich hat der FIFA-Präsident Recht wenn er sagt, dass Herrn Havelange seine Ehrenpräsidentschaft nur durch den FIFA-Kongress aberkannt werden kann. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass dieser Weg aufgrund der nunmehr bekannten Sachverhalte begangen werden muss», sagte Zwanziger am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Der Brasilianer Havelange und sein Landsmann Ricardo Teixeira hatten vornehmlich in den 90er Jahren vom mittlerweile insolventen Medien- und Marketingunternehmen ISMM/ISL Schmiergelder in Millionenhöhe erhalten.

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Fußball-Profi John Terry in Rassismus-Verfahren freigesprochen

London (dpa) - Der englische Fußball-Nationalspieler John Terry ist im Prozess um Rassismus-Vorwürfe freigesprochen worden. Der Kapitän von Champions League-Sieger FC Chelsea habe seinen Gegenspieler, den dunkelhäutigen Anton Ferdinand, nicht rassistisch beschimpft, entschied das Gericht am Freitag. In dem Prozess, der fünf Tage dauerte, sei klargeworden, dass der 31-jährige Terry kein Rassist sei, erklärte der Richter. Er verstehe, dass Terry das betont haben wolle, da sein Ruf auf dem Spiel stehe.

Zwölf Bundesliga-Profis bei Olympia - zahlreiche Stars aktiv

Berlin (dpa) - An den Olympischen Spielen nehmen zwölf Profis aus der Fußball-Bundesliga teil. Zudem sind bei dem Turnier in London insbesondere im brasilianischen Team zahlreiche namhafte Fußballer dabei. Neben Neymar vom FC Santos stehen Thiago Silva, Alexandre Pato (beide AC Mailand) und Hulk (FC Porto) im Aufgebot von Trainer Mano Menezes. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Kadern der FIFA hervor. Spanien geht mit den drei Europameistern Javier Martinez (Athletic Bilbao), Jordi Alba (FC Barcelona) und Juan Mata (FC Chelsea) sowie Alvaro Dominguez von Borussia Mönchengladbach in den Wettkampf um die Goldmedaille. Die meisten Bundesliga-Profis stehen im Kader Japans. Trainer Takashi Sekizuka vertraut gleich auf sechs in Deutschland aktive Spieler.

Nach Prügelei: Rajkovic bis auf weiteres nicht mehr im HSV-Training

Hamburg (dpa) - Die Prügelei im Training hat für Fußball-Profi Slobodan Rajkovic vom Bundesligisten Hamburger SV schwerwiegende Konsequenzen. Der Abwehrspieler werde «bis auf weiteres nicht mehr am HSV-Training und auch nicht an der Südkorea-Reise in der nächsten Woche teilnehmen», sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am Freitag. Rajkovic und Son Heung Min waren am Vormittag im Training erst verbal aneinandergeraten und begannen sich anschließend zu prügeln.

Bayern haken Martinez-Verpflichtung noch nicht ab

München (dpa) - Der FC Bayern zeigt weiter Interesse am spanischen Fußball-Europameister Javier Martinez. Bei entsprechenden Signalen des defensiven Mittelfeldspielers oder seines derzeitigen Clubs Athletic Bilbao «ist es so, dass wir wieder aktiv werden würden», bekannte Sportvorstand Matthias Sammer am Freitag in München. Martinez ist Wunschkandidat der Münchner als personelle Alternative in der Zentrale - allerdings favorisiert der 23-Jährige nach jüngsten Angaben spanischer Medien inzwischen einen Verbleib in Bilbao. «Wir werden jetzt ganz in Ruhe prüfen, ob das der hundertprozentigen Wahrheit entspricht», kündigte Sammer an.

Kühne will HSV helfen - Voraussetzung: van der Vaart muss her

Hamburg (dpa) - Unternehmer Klaus-Michael Kühne will dem klammen Hamburger SV weiter kräftig unter die Arme greifen, wenn der Fußball-Bundesligist die Verpflichtung seines Lieblingsspielers Rafael van der Vaart doch noch in die Tat umsetzt. «Mit van der Vaart hätte der HSV nach einigen bitteren Jahren endlich die Perspektive, zu einem Spitzenclub heranzureifen und an den Wettbewerben im europäischen Fußball teilzunehmen», wird Kühne in einer am Freitag von der Kühne Holding AG veröffentlichten Pressemitteilung zitiert. Allerdings hat HSV-Sportchef Frank Arnesen die Verpflichtung des Nationalspielers als zu teuer bezeichnet. Zudem will der Niederländer seinen bis 2014 laufenden Vertrag bei Tottenham Hotspur erfüllen.

Kein weiteres NADA-Disziplinarverfahren in der Causa Erfurt

Bonn (dpa) - Bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA hat es im Zusammenhang mit der Causa Erfurt kein weiteres Disziplinarverfahren gegen eine Athletin gegeben. Das teilte die NADA der Nachrichtenagentur dpa am Freitag mit. «Es ist richtig, dass wir im Zuge des Ergebnismanagements festgestellt haben, dass ein Verstoß in diesem Fall nicht nachweisbar sein wird», erläuterte NADA-Vorstand und -Chefjustiziar Lars Mortsiefer. Von einem «weiteren Rückschlag», wie es in einer Medienveröffentlichung am Freitag hieß, könne deshalb nicht die Rede sein, wurde aus NADA-Kreisen laut. Bisher hatte die NADA drei Disziplinarverfahren in der Causa Erfurt eröffnet.

Früherer Bundesliga-Profi Altintop wechselt zu Galatasaray

Madrid/Istanbul (dpa) - Der Wechsel des früheren Bundesliga-Profis Hamit Altintop von Real Madrid zu Galatasaray Istanbul ist perfekt. Das teilten beide Clubs am Freitag auf ihren Webseiten mit. Altintop soll in seiner Heimat einen Vertrag für vier Jahre unterschrieben haben. Der 29-Jährige sei bereits nach Österreich geflogen, um sich dort mit seinem neuen Verein auf die kommende Saison vorzubereiten. Der Defensivallrounder war 2011 vom FC Bayern München zu Real Madrid gewechselt. Bei den «Königlichen» war Altintop unter Trainer José Mourinho jedoch kaum zum Einsatz gekommen.