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dpa-Nachrichtenüberblick Politk

Bostoner Anschlag: Noch keine Spur zu den Tätern

Boston (dpa) - Nach dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon haben die US-Ermittler weiter keine heiße Spur. Bislang gebe es weder ein Bekennerschreiben noch einen Tatverdächtigen, teilten die Behörden mit. Die Spekulationen reichten von einem Anschlag islamistischer Terroristen bis hin zu einem fanatischen Einzeltäter mit unbekannten Motiven. Als Konsequenz kommen weltweit Sicherheitskonzepte großer Sportveranstaltungen auf den Prüfstand. Bei den Marathons am Sonntag in London und Hamburg gilt eine erhöhte Sicherheitsstufe.

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CNN: Verdächtiger Brief an Obama abgefangen

Washington (dpa) - Ein Brief mit verdächtigen Substanzen an US-Präsident Barack Obama ist nach CNN-Angaben abgefangen worden. Es handele sich um ein «ähnliches Schreiben» wie es bereits gestern mit Giftspuren an einen US-Senator gerichtet worden war, berichtete der Sender. Der Brief an Senator Roger Wicker hatte nach ersten Untersuchungen das tödliche Gift Ricin enthalten.

Kabinett beschließt Rentenerhöhung

Berlin (dpa) - Die Renten steigen in diesem Jahr im Osten deutlich stärker als im Westen: Für die rund vier Millionen Ost-Rentner um 3,29 Prozent, für die etwa 16 Millionen Ruheständler im Westen um 0,25 Prozent. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Dass die Rentenanpassung zur Jahresmitte in Ost und West so unterschiedlich ausfällt, hatte Bundessozialministerin Ursula von der Leyen bereits vor vier Wochen angekündigt.

Milliardenspritze für Kliniken - Krankenhäusern reicht das nicht

Berlin (dpa) - Mit einer Finanzspritze von 1,1 Milliarden Euro will die Bundesregierung den teils tief in den roten Zahlen steckenden Kliniken helfen. Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts soll das Geld in diesem und kommenden Jahr fließen und unter anderem helfen, zehntausende tödliche Klinikinfektionen im Jahr einzudämmen. So soll deutlich mehr Hygienepersonal finanziert werden, darunter Fachkräfte in der Pflege und bestimmte Fachärzte. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisiert die Pläne als unzureichend.

Bewegender Abschied von «Eiserner Lady» Margaret Thatcher

London (dpa) - Abschied mit Pomp und militärischen Ehren: Großbritannien hat seiner «Eisernen Lady» Margaret Thatcher nach deren Tod einen bewegenden Abschied bereitet. Der in eine britische Flagge eingehüllte Sarg mit den sterblichen Überresten der einstigen Premierministerin wurde zunächst vom Parlamentsgebäude in einem schwarzen Leichenwagen in die Innenstadt gebracht. Dort wurde er auf eine Geschützlafette umgebettet. 700 Soldaten begleiteten den Sarg in die St. Paul's Kathedrale. Dort feierten mehr als 2000 Gäste aus 170 Ländern den Trauergottesdienst.

Kräftemessen in Venezuela: Maduro beschuldigt US-Botschaft

Caracas (dpa) - Nach dem knappen Wahlausgang in Venezuela stehen sich Sozialisten und Opposition weiter unversöhnlich gegenüber. Tausende Anhänger der Opposition gingen in der Nacht erneut mit Töpfen und Kesseln auf die Straße, um lautstark eine Neuauszählung der Stimmen zu fordern. Der sozialistische Wahlsieger Nicolás Maduro sprach offen von Putschversuchen und «faschistischen Horden», die für den Tod mehrerer Menschen verantwortlich seien. Die US-Botschaft in Caracas beschuldigte er, die Gewalt in Venezuela zu steuern.