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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Nach «Freitag der Wut» versinkt Ägypten in Gewalt

Kairo (dpa) - Die schlimmsten Befürchtungen haben sich erfüllt: Wieder erschüttert eine Gewaltwelle mit vielen Toten Ägypten. Der von Islamisten ausgerufene «Freitag der Wut» hat eine neue Eskalation der Gewalt heraufbeschworen. Mindestens 80 Menschen starben laut Sicherheitskreisen bei landesweiten Straßenkämpfen zwischen Demonstranten und der Polizei. Ungeachtet der Zusammenstöße wollen die Muslimbrüder ihre Proteste in den nächsten Tagen fortsetzen. Der Westen zeigte sich schockiert von dem blutigen Konflikt.

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Bundeswehr droht laut «Welt» massive Personalnot

Berlin (dpa) - Der Bundeswehr gehen nach einem Bericht der «Welt» die Bewerber für den freiwilligen Wehrdienst aus. Demnach ging die Zahl der jungen Männer und Frauen, die sich bei den Streitkräften verpflichten, 2013 drastisch zurück. So traten im Januar dieses Jahres etwa 1600 Personen ihren Dienst an, 2012 waren es zu diesem Stichtag noch mehr als 2700. Angesichts dieser Bewerberzahlen hält der frühere Planungsstabschef des Verteidigungsministeriums, Hans Rühle, das Freiwilligenkonzept für gescheitert.

Kauder will 100-Tage-Programm einer schwarz-gelben Regierung

Düsseldorf (dpa) - Unionsfraktionschef Volker Kauder verlangt für den Fall eines schwarz-gelben Wahlsiegs ein 100-Tage-Sofortprogramm. Darin sollten eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die Umsetzung der Mütterrente und die Abmilderung der kalten Progression enthalten sein, sagte Kauder der «Rheinischen Post». In den ersten 100 Tagen werde die Regierung auch Mütter, die Kinder vor 1992 auf die Welt gebracht haben, in der Rente besserstellen. Kauder will auch die Angleichung der Renten in Ost und West voranbringen.

Zahl der Toten nach Bombenanschlag in Beirut auf 22 gestiegen

Beirut (dpa) - Nach dem Bombenanschlag in einem Vorort von Beirut ist die Zahl der Toten auf 22 gestiegen. Laut Innenministerium wurden bei der Detonation in der Hochburg der Hisbollah vorgestern zudem fast 300 Menschen verletzt. Libanons Präsident Michel Suleiman sagte, der Anschlag trage «die Handschrift von Terrorismus und Israel». Der israelische Staatspräsident Schimon Peres wies diese Anschuldigung zurück. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah vermutet sunnitische Gruppen mit Al-Kaida-Kontakten als Drahtzieher.

Ecuador rückt von Verzicht auf Erdölförderung im Yasuní-Park ab

Quito (dpa) - Ecuador rückt vom Verzicht auf die Ausbeutung der Erdölreserven im Yasuní-Nationalpark ab. Staatschef Rafael Correa erklärte die sogenannte ITT-Initiative für gescheitert. Diese sah den Verzicht auf die Ausbeutung der Ölreserven in dem von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärten Naturpark vor. Im Gegenzug sollten die Industrienationen einen solidarischen Ausgleichsbetrag in einen Fonds einzahlen. In sechs Jahren seien mit 13,3 Millionen Dollar nur 0,37 Prozent des erwarteten Betrags eingegangen, kritisierte Correa.

Wikileaks verkauft Edward-Snowden-Fanartikel

Washington (dpa) - Die Enthüllungsplattform Wikileaks verkauft seit Anfang August Fanartikel mit dem Konterfei des UN-Informanten Edward Snowden. «Unterstütze die Whistleblower, die alles für dich riskieren», heißt es in der Beschreibung der T-Shirts und Becher im Onlineshop von Wikileaks. Snowden ist nicht der einzige Whistleblower, der durch die Erlöse aus Fanartikeln unterstützt werden soll. Auch für Bradley Manning sind in einem Online-Shop Aufkleber, T-Shirts und Buttons zu kaufen.