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Boston (dpa) - Amerika gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf den Boston-Marathon. In der Kathedrale der Stadt kamen am Donnerstag rund 2000 Menschen zu einem interreligiösen Gottesdienst zusammen. Auch US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle sowie Angehörige der Opfer waren anwesend. Obama sollte erst am Ende der Veranstaltung sprechen. Bei dem Bombenanschlag wurden am Montag drei Menschen getötet und mehr als 170 verletzt. Die Polizei ist den Bombenlegern auf der Spur: Die Ermittler fahnden nach zwei verdächtigen Männern, die kurz vor den Explosionen nahe der Ziellinie des Laufs fotografiert worden waren. Bundeswehr bleibt mit 600 bis 800 Mann in Afghanistan


Boston (dpa) - Amerika gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf den Boston-Marathon. In der Kathedrale der Stadt kamen am Donnerstag rund 2000 Menschen zu einem interreligiösen Gottesdienst zusammen. Auch US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle sowie Angehörige der Opfer waren anwesend. Obama sollte erst am Ende der Veranstaltung sprechen. Bei dem Bombenanschlag wurden am Montag drei Menschen getötet und mehr als 170 verletzt. Die Polizei ist den Bombenlegern auf der Spur: Die Ermittler fahnden nach zwei verdächtigen Männern, die kurz vor den Explosionen nahe der Ziellinie des Laufs fotografiert worden waren.

Bundeswehr bleibt mit 600 bis 800 Mann in Afghanistan

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Berlin (dpa) - Deutschland will auch nach dem Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan mit 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in dem Land präsent bleiben. Das gab Verteidigungsminister Thomas de Maizière bekannt. Nach seinen Worten ist Deutschland bereit, ab 2015 als Führungsnation befristet auf rund zwei Jahre Verantwortung für den nördlichen Teil des Landes zu übernehmen. Dort hat die Bundeswehr auch bisher das Kommando. Anschließend sollten sich Ausbildung, Beratung und Unterstützung auf die Region um die Hauptstadt Kabul konzentrieren. Der deutsche Beitrag dazu sollte dann 200 bis 300 Soldaten umfassen.

Vorerst keine Frauenquote - Schwarz-Gelb bleibt geschlossen

Berlin (dpa) - Eine gesetzliche Frauenquote in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft wird weiter auf die lange Bank geschoben - obwohl auch Teile der Union dafür sind. Fast geschlossen blockten CDU/CSU und FDP im Bundestag eine rot-grüne Initiative ab, den Frauenanteil in Aufsichtsräten bis 2018 auf wenigstens 20 Prozent zu erhöhen. Die Opposition warf Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und anderen Frauen in der Union, die seit Jahren ebenfalls für eine gesetzliche Quotenregelung kämpfen, »Verrat der eigenen Ziele« vor.

Bundestag stimmt Zypern-Rettung mit breiter Mehrheit zu

Berlin (dpa) - Deutschland hat endgültig grünes Licht für die Milliarden-Hilfen zugunsten Zyperns gegeben. Im Bundestag stimmte am Donnerstag wie angekündigt eine große Mehrheit der Abgeordneten von Union, FDP, SPD und Grünen für das umstrittene Hilfspaket. Die Euro-Länder unterstützen das kleine Zypern mit bis zu neun Milliarden Euro, der Internationale Währungsfonds will bis zu eine Milliarde Euro beisteuern. Der zyprische Finanzminister Harris Georgiades versicherte unterdessen, sein Land werde die Hilfskredite zurückzahlen.

FBI gelingt Festnahme im Zusammenhang mit Giftbriefen

Washington (dpa) - Erleichterung in Washington: Das FBI hat einen Mann festgenommen, der vor wenigen Tagen Giftbriefe an US-Präsident Barack Obama und einen Senator verschickt haben soll. Die Schreiben, die nach ersten Tests mit dem tödlichen Eiweißstoff Ricin präpariert waren, wurden in den Poststellen des Weißen Hauses und Kapitols abgefangen. Der Fall hatte kurz nach dem Terroranschlag beim Boston-Marathon tiefe Besorgnisse ausgelöst. Ein Zusammenhang zwischen beiden Verbrechen besteht aber nach Angaben der Behörden nicht.

Ex-Diktator Musharraf flieht nach Haftbefehl aus Gerichtssaal

Islamabad (dpa) - Drei Wochen vor der Parlamentswahl in Pakistan hat ein Gericht in Islamabad die Festnahme des früheren Militärmachthabers Pervez Musharraf angeordnet. Der Ex-Armeechef floh nach dem Beschluss mit Hilfe seiner Leibwächter aus dem Gerichtssaal in seine Residenz am Rande Islamabads, wie der private Sender Geo News berichtete. Die Personenschützer hätten die vor dem Saal wartenden Polizisten daran gehindert, Musharraf festzunehmen. Gegen den Ex-Militärmachthaber laufen drei Verfahren. Bislang ist er gegen Kaution auf freiem Fuß gewesen. Musharraf war aus dem Exil zurückgekehrt, um bei der Wahl zu kandidieren.