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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Fieberhafte Tätersuche nach Terror in Boston - Opfer identifiziert

Boston (dpa) - Nach dem Terroranschlag in Boston läuft eine Großfahndung. Auch mehr als 24 Stunden nach den Explosionen an der Marathonstrecke fehlt von dem oder den Tätern noch eine heiße Spur. Konkret sucht die Polizei nach Hinweisen zu schwarzen Nylontaschen, in denen die Sprengvorrichtungen wohl an den Ort der Explosionen transportiert worden seien. Inzwischen sind alle drei Todesopfer des Terroranschlags identifiziert. Ein achtjähriger Junge, eine 29 Jahre alte Amerikanerin und eine Studentin aus China starben. Präsident Barack Obama nimmt morgen an einem Gedenkgottesdienst in Boston teil.

Kongress-Poststelle in Washington fängt Brief mit Giftspuren ab

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Washington (dpa) - In der Poststelle des US-Kongresses soll einen Briefumschlag mit Spuren des hochgefährlichen Giftes Ricin abgefangen haben. Die Sendung sei an den republikanischen Senator Roger Wicker aus Mississippi adressiert gewesen, berichtet das Magazin «Politico» auf seiner Website. Er sei von einem Verdächtigen abgeschickt worden, der regelmäßig an Gesetzgeber in Washington schreibe. Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Ricin ist ein hochgiftiger Eiweißstoff. Geringste Mengen reichen aus, um einen Menschen zu töten.

Letzte Ehre für «Eiserne Lady» Margaret Thatcher

London (dpa) - Die Briten erweisen heute ihrer früheren Premierministerin Margaret Thatcher die letzte Ehre. Mehr als 2000 Trauergäste aus dem In-und Ausland werden erwartet. Deutschland wird von Bundesaußenminister Guido Westerwelle vertreten. Der Sarg von Margaret Thatcher wird bei einem Trauerzug vom Parlamentsgebäude zur St. Paul's Kathedrale gebracht. Dort wird ein Trauergottesdienst für die erste und bisher einzige Frau im Amt des britischen Regierungschefs zelebriert. Thatcher war am Montag vergangener Woche an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 87 Jahren gestorben.

Maduro verbietet Protestmarsch der Opposition in Caracas

Caracas (dpa) - Der Wahlsieger in Venezuela, der Sozialist Nicolás Maduro, hat eine für morgen geplante Demonstration der Opposition in Caracas verboten. Damit zog er die Konsequenz aus Protestaktionen, bei denen laut Generalstaatsanwaltschaft sieben Menschen ums Leben kamen. Der 50-Jährige hatte die Wahl am Sonntag knapp vor seinem Herausforderer Henrique Capriles Radonski gewonnen. Maduro warf der Opposition einen Putschversuch und Anstachelung zur Gewalt vor. Capriles forderte seine Anhänger zu friedlichen Protesten auf.

Antiterror-Razzia bei Islamistengruppe in Belgien

Brüssel (dpa) - Neuer Schlag der Antiterror-Fahnder in Belgien: Die Polizei hat bei einer Razzia in Wallonien und in Antwerpen sechs Personen vorläufig festgenommen. Gegen vier von ihnen wurde später Haftbefehl erlassen, darunter der frühere Sprecher der radikalislamischen Gruppe Sharia4Belgium. Zwei Personen wurden wieder freigelassen, berichtete die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Belga. Die Ermittler wollen nachweisen, dass die Gruppe zu einem internationalen Netzwerk gehört, welches Nachwuchs für extremistische Organisationen in Syrien sucht. 

Geld für Energiewendeprojekte fehlt

Berlin (dpa) - Den Energiewendeprojekten fehlt das Geld, nachdem eine Reform des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten im Europaparlament vorerst gescheitert ist. Bundesumweltminister Peter Altmaier sagte der «Westfalenpost», die Bundesregierung werde nun versuchen, auf andere Geldmittel zurückzugreifen. Die Ablehnung der Handelsreform nannte Altmaier einen «ernsten Rückschlag». Die Opposition wirft der Regierung vor, bisher kein Rezept zur Behebung des Geldmangels zu haben. Noch ist unklar, ob Programme gekürzt werden und welche.