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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Islamisten greifen Universität in Kenia an - mindestens 17 Tote

Nairobi (dpa) - Schwer bewaffnete Islamisten haben im Südosten Kenias eine Universität angegriffen und mindestens 17 Menschen getötet. Etwa 65 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Rote Kreuz mit. Mehrere von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Zeugen zufolge hatten die Täter am frühen Morgen die Moschee der Uni von Garissa attackiert und wahllos auf die Anwesenden geschossen. Später drangen sie offenbar in die Schlafsäle vor. Eventuell sind noch immer zahlreiche Menschen in der Gewalt der Extremisten.

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Jemens Al-Kaida befreit 300 Häftlinge aus Gefängnis

Aden (dpa) - Die jemenitische Al-Kaida hat ein Gefängnis der Hafenstadt Al-Mukalla angegriffen und rund 300 Häftling befreit. Bei den meisten von ihnen handele es sich um Kämpfer der im Jemen als Miliz organisierten sunnitischen Terrororganisation, berichteten Regierungsbeamte. Zugleich eskalierten in der südlichen Metropole Aden die Kämpfe zwischen vorrückenden schiitischen Huthi-Rebellen und Regierungstruppen. Die saudische Militärallianz bombardierte den achten Tag in Folge Stellungen der Huthis.

Pressekonferenz bei Atom-Verhandlungen in Lausanne einberufen

Lausanne (dpa) - Bei den Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm hat das Schweizer Außenministerium in Lausanne zu einer Pressekonferenz eingeladen. Über Inhalt und den genauen Zeitpunkt am Abend gibt es bislang keine Angaben. Eine selbst gesetzte Frist, um eine grundsätzliche Einigung in dem seit mehr als einem Jahrzehnt währenden Streit zu erreichen, war in der Nacht verstrichen. In den Verhandlungen der fünf UN-Vetomächte plus Deutschland mit dem Iran will der Westen Garantien dafür, dass das Atomprogramm Teherans ausschließlich friedlichen Zwecken dient.

Athener Regierungssprecher: Geld reicht für April aus

Athen (dpa) - Leichte Entspannung in Athen: Griechenland will seine Verpflichtungen gegenüber dem IWF fristgerecht am 9. April erfüllen. «Das Geld für April gibt es», erklärte ein Regierungssprecher. Gleichzeitig ging das Tauziehen um die griechische Reformliste weiter. Der Regierungssprecher machte darauf aufmerksam, dass Griechenland seit August 2014 keine Finanzhilfen mehr erhalten habe. Es gab auch Neuigkeiten zu griechischen Reformen: Auf Ferieninseln wie Mykonos, Santorin oder Paros wird es keine Erhöhungen der Mehrwertsteuer geben.

SPD und Grüne in Hamburg vor Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen

Hamburg (dpa) - SPD und Grüne in Hamburg sind zur mutmaßlich letzten Runde ihrer Koalitionsverhandlungen zusammengekommen. Anders als sonst trafen sich zunächst aber nicht die kompletten Kommissionen. Wegen der nach wie vor strittigen Themen Inneres und Flüchtlinge versuchen im Rathaus erst kleinere Arbeitsgruppen Kompromisse zu erarbeiten. Gleichwohl sei es das Ziel, in dieser 16. Verhandlungsrunde ein tragbares Gesamtpaket zu schnüren, hieß es. Ergebnisse sollen aber erst nach Ostern veröffentlicht werden.

Papst will «keine jammernden Hirten»

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat seine Priester dazu aufgerufen, mit Freude unter Menschen zu gehen und sich um sie zu kümmern. «Wenn Jesus mitten unter uns die Herde weidet, dann können wir keine jammernden Hirten mit saurem Gesicht sein und auch nicht - was noch schlimmer ist - gelangweilte Hirten», sagte der Papst am Gründonnerstag in seiner Predigt zur traditionellen Chrisam-Messe im Petersdom, mit der im Vatikan die Osterfeierlichkeiten beginnen. Am Abend will Franziskus in Roms größtem Gefängnis Häftlingen die Füße waschen.