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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

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Viele Tote bei Angriffen ukrainischer Einheiten in Slawjansk


Kiew (dpa) - Beim Vorrücken ukrainischer Regierungstruppen gegen die von Separatisten gehaltene Stadt Slawjansk haben beide Seiten schwere Verluste erlitten. Ein Sprecher der selbst ernannten prorussischen Volksmiliz sprach von etwa 20 getöteten Aktivisten. Auch auf Seiten der Regierungstruppen habe es Tote gegeben, sagte Innenminister Arsen Awakow. Aus seinem Ministerium verlautete, dass vier Einsatzkräfte getötet und 30 verletzt worden seien. Awakow sprach von etwa 800 bewaffneten Separatisten, die die Stellungen in Slawjansk hielten.

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Bundesregierung nimmt OSZE-Beobachter in Schutz

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat die aus der Geiselhaft in der Ukraine freigelassenen OSZE-Beobachter gegen Kritik in Schutz genommen. Es gebe keine Indizien bisher für irgendein Fehlverhalten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums nach ersten Untersuchungen. Die Linke und der CSU-Vizechef Peter Gauweiler hatten die Mission zuvor kritisiert. Am Samstag war das internationale Team von Militärbeobachtern, darunter vier Bundeswehrsoldaten, nach acht Tagen in der Gewalt prorussischer Separatisten freigelassen worden.

Einigung im Südsudan auf Waffenruhe

Juba (dpa) - Im Südsudan haben sich die Konfliktparteien auf eine einmonatige Waffenruhe geeinigt, damit die Bauern ihre Felder rechtzeitig vor der Regenzeit bearbeiten können. Die Chefs beider Delegationen stimmten einem Abkommen zu, wonach alle Kampfhandlungen vom 7. Mai bis zum 7. Juni eingestellt werden sollen. Weil die Kämpfe viele Bauern von der Ernte abgehalten haben, leiden nach UN-Angaben etwa eine Million Menschen Hunger. Der Südsudan hatte sich 2011 nach zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg vom Sudan abgespalten.

Boko Haram bekennt sich zu Entführung von 230 Mädchen in Nigeria

Abuja (dpa) - Drei Wochen nach der Entführung von mehr als 230 Schülerinnen in Nordnigeria hat sich die radikalislamische Sekte Boko Haram zu der Tat bekannt. Die Zeitung »Sahara Reporters« zitierte den Anführer der Gruppe, Abubakar Shekau, mit entsprechenden Äußerungen. Ein Bekennervideo war mehreren Medien zugespielt worden. Shekau kündigte an, dass es bald weitere Attacken seiner Gruppe geben werde. Seit 2009 hat Boko Haram mehr als 6000 Menschen getötet. Häufig werden die Opfer von den Islamisten als Sexsklavinnen missbraucht.

Oppositioneller Varela gewinnt Wahl in Panama

Panama-Stadt (dpa) - »Politik darf kein Geschäft sein« - das Motto von Oppositionskandidat Juan Carlos Varela sprach den Menschen im korruptionsgeplagten Panama aus dem Herzen. Bei der Präsidentenwahl wählten sie den 50-jährigen Ingenieur von der bürgerlichen Partido Panameñista zum neuen Staatschef. Die amtierende Regierung von Präsident Ricardo Martinelli war oft mit Schmiergeldskandalen in Verbindung gebracht worden. Varela versprach einen moralischen Neuanfang. Er kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 39 Prozent.

Vandalismus in Gedenkstätte Auschwitz nimmt laut TV-Bericht zu

Warschau (dpa) - Der Vandalismus in der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau nimmt einem polnischen Fernsehbericht zufolge deutlich zu. So fänden sich an Wänden und in Holzpritschen häufiger Inschriften und Schmierereien, berichtete der TV-Sender TVN24. Ebenso würden immer mehr historische Erinnerungsstücke gestohlen. Die Museumsbehörden räumten die Probleme ein. In Auschwitz-Birkenau wurden während des Zweiten Weltkriegs mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen Juden.