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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Krim-Krise: Merkel telefoniert mit Putin

Berlin/Moskau (dpa) - In der Krim-Krise zeichnet sich weiter keine Annäherung zwischen dem Westen und Russland ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einem erneuten Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das für nächsten Sonntag vom Krim-Parlament angesetzte Referendum zur Loslösung von der Ukraine als illegal kritisiert. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntag weiter mitteilte, bedauerte die Kanzlerin, dass es keine Fortschritte bei der Einrichtung einer internationalen Kontaktgruppe gebe. Putin nahm in dem Telefonat nach Angaben den Kreml hingegen die selbst ernannte Regierung der Halbinsel Krim in Schutz.

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Ruhani: Iran will strategische Beziehungen mit der EU

Teheran (dpa) - Der iranische Präsident Hassan Ruhani hofft nach einer Beilegung des Atomstreits auf eine neue Ära der strategischen Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. «Wenn wir diese Phase (Atomkonflikt) korrekt überwinden, dann kommen wichtige und strategische Aufgaben auf uns zu», sagte er bei einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Sonntag in Teheran. Ashton besuchte das erste Mal seit ihrem Amtsantritt vor fünf Jahren den Iran. Dabei wollte sie auch über die Eröffnung einer diplomatischen Mission der EU in Teheran reden.

Mindestens 36 Tote bei Selbstmordanschlag im Süden von Bagdad

Hilla (dpa) - Ein Selbstmordattentäter hat sich in der irakischen Stadt Hilla mit seinem Wagen in die Luft gesprengt und dabei mindestens 35 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Anschlag an einem Kontrollpunkt der Sicherheitskräfte wurden am Sonntag weitere 174 Personen verletzt, wie die irakische Polizei mitteilte. Der Checkpoint war zum Zeitpunkt der Explosion stark frequentiert. Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad, an der Straße von Bagdad nach Nadschaf, einem schiitischen Heiligtum.

Nordkoreas Regime lässt neues Parlament wählen

Pjöngjang (dpa) - Fast 100 Prozent Wahlbeteiligung: Das kommunistische Regime in Nordkorea hat erstmals unter der Herrschaft von Kim Jong Un eine Wahl zur Obersten Volksversammlung abgehalten. Mit Ausnahme einiger Bürger im Ausland und Fischer hätten am Sonntag bis 18.00 Uhr (Ortszeit) alle registrierte Wähler ihre Stimme abgegeben, berichteten die Staatsmedien. Die offiziell alle fünf Jahre abgehaltene Wahl gilt als Formsache. Die Wähler können nur mit «Ja» oder «Nein» für einen Kandidaten stimmen, der vorher von der herrschenden Arbeiterpartei bestimmt wurde.

CO2-Ausstoß steigt weiter - Deutschlands Klimaziele in Gefahr

Berlin (dpa) - In Deutschland ist 2013 trotz der Energiewende im zweiten Jahr in Folge der Ausstoß von Treibhausgas gestiegen. Damit gerät das Klimaschutzziel der Bundesregierung bis 2020 ernsthaft in Gefahr. Im vergangenen Jahr wurden rund 951 Millionen Tonnen an klimaschädlichen Treibhausgasen in die Luft geblasen, rund 1,2 Prozent oder fast 12 Millionen Tonnen mehr als 2012. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Zollitsch würdigt Kardinal Meisner als «unerschütterlich»

Köln (dpa) - Kardinal Joachim Meisner ist nach 25 Jahren als Kölner Erzbischof in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa, er habe trotz teilweise unterschiedlicher Meinungen immer kollegial mit Meisner zusammengearbeitet. Als radikaler Abtreibungsgegner hatte Meisner Ende der 90er Jahrev gegen den Widerstand liberalerer Bischöfe den Ausstieg der Kirche aus der staatlichen Schwangerenberatung mitbetrieben.