weather-image

Diese Änderungen bringt der April

4.9
4.9
Bildtext einblenden

Im April wird sich für Verbraucher einiges ändern. So werden Chips, Pommes und Co. gesünder produziert und Neufahrzeuge mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Euch zusammengefasst.


Notrufsystem eCall

Anzeige

Wir haben bereits darüber berichtet. Ab 31. März 2018 müssen alle Neufahrzeuge mit "eCall" ausgestattet werden. Im Falle eines Unfalls setzt das im Fahrzeug verbaute System automatisch einen Notruf ab. Dabei wird auch der Standort automatisch mit übermittelt. Oft ist ein Fahrzeugführer nach einem schweren Unfall nicht in der Lage selbst einen Notruf abzusetzten. 

«eCall hat das Potenzial, viele Menschenleben zu retten, indem es die Reaktionszeit der Rettungsdienste verkürzt», erklärte Acea-Generalsekretär Erik Jonnaert. Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei könnten künftig so schnell wie möglich in der so entscheidenden Zeit unmittelbar nach einem Unfall reagieren.

Artikel: eCall: Autohersteller bauen Notfallsystem in neue Modelle ein 
Artikel: So lässt sich ein Notrufsystem im Auto nachrüsten

Bleigießen wird EU-weit verboten

Dass Blei die Gesundheit gefährdet und das Umweltbundesamt schon seit vielen Jahren davon abrät ist nichts Neues. Jetzt aber tritt zum ersten April eine neue EU-Richtlinie in Kraft welche den Bleigehalt in Produkten grundsätzlich auf maximal 0,3 Prozent begrenzt. Das traditionelle Bleigießen fällt somit flach. Wer dennoch nicht auf die Prozedur verzichten möchte sollte sich mit Alternativen wie Guss-Sets aus Kerzenwachs oder Zinn beschäftigen. 

Krankenkassen wollen sparen - höhere Zuzahlungen für Patienten

Millionen Versicherte müssen mit höheren Zuzahlungen für Medikamente rechnen. 

Die Krankenkassen erhoffen sich dadurch Einsparungen in einer Höhe von rund 100 Millionen Euro. Zu den betroffenen Medikamenten zählen unter anderem Schmerz-Präparate mit den Wirkstoffen Fentanyl, Morphin, Diclofenac oder Oxycodon. Aber auch Entzündungshemmer wie Prednisolon oder das Rheumamittel Inflixmab werden künftig nur mit höherer Zuzahlung erhältlich sein. 

Betroffen sind von der neuen Regelung rund 50 Wirkstoffe und etwa 5500 Medikamente. 

Geo-Blocking fällt in der ganzen EU

Wer zum Beispiel in Deutschland ein kostenpflichtiges Abo von Netflix oder Spotify hat, konnte dies bisher nicht im EU-Ausland nutzen. Geo-Blocking war die Ursache. In den Medien wurde diese Änderung bereits breit diskutiert. Jetzt ist es endlich soweit! Die Ländersperren für Streaming fallen europaweit weg. 

Zu beachten ist jedoch, dass dies nur für einen zeitlich begrenzten Aufenthalt gilt. Also z.B. im Urlaub. Ausgenommen von der Regelung sind allerdings Gratisinhalte wie die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Dennoch eine echte Verbesserung für Kunden solcher Streamingdienste. 

Chips, Pommes & Co. - Gesündere Produktionsweise

Eine wichtige Änderung die fast jeden angeht gibt es im Bereich der Herstellung von Feingebäck, Pommes, Chips oder auch Brot. Die strengeneren Produktionsrichtlinien zielen darauf ab deutlich weniger Acrylamit zu verursachen. Deshalb ist es künftig den Produzenten von Pommes nicht mehr möglich mit Temperaturen von über 175 Grad Celsius zu frittieren. Bei der Herstellung von Chips müssen Kartoffeln mit weniger Stärke verwendet werden und zusätzlich vor dem Frittieren gründlich ausgeschwemmt werden. Dies reduziert ein weiteres Mal den Stärkegehalt der Kartoffel-Chips. 

Diese Regelung ist bereits im Dezember 2017 in Kraft getreten und muss von den Herstellern ab dem 11. April 2018 umgesetzt werden. 

at