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Die »Unwörter« der vergangenen zehn Jahre

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«Unwort des Jahres»
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Das «Unwort des Jahres» wird seit 1991 gekürt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa Foto: dpa

Darmstadt (dpa) - Das »Unwort des Jahres« soll aktuelle Diskussionen abbilden und gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen. Gekürt wird es seit 1991. Hier die Unwörter der vergangenen zehn Jahre:


2019 - »Klimahysterie«: Mit dem Wort werden nach Auffassung der Jury Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert

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2018 - »Anti-Abschiebe-Industrie«: Der Begriff verhöhnt aus Sicht der Jury geltendes Recht. Er zeige auch, wie sich der politische Diskurs sprachlich und in der Sache nach rechts verschoben habe.

2017 - »Alternative Fakten«: Mit dem Begriff sollen aus Sicht der Jury Falschbehauptungen politisch salonfähig gemacht werden.

2016 - »Volksverräter«: Das Wort sei ein »Erbe von Diktaturen« unter anderem der Nationalsozialisten.

2015 - »Gutmensch«: Der Vorwurf diffamiere Hilfsbereitschaft und Toleranz pauschal als naiv und dumm, begründet die »Unwort«-Jury.

2014 - »Lügenpresse«: Diese pauschale Verurteilung »verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit«, so die Jury.

2013 - »Sozialtourismus«: Der Ausdruck diskriminiert laut Jury Menschen, »die aus purer Not in Deutschland eine bessere Zukunft suchen, und verschleiert ihr prinzipielles Recht hierzu«.

2012 - »Opfer-Abo«: Die »Unwort«-Jury kritisiert, der Begriff stelle Frauen pauschal unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und damit selbst Täterin zu sein. Wetter-Unternehmer Jörg Kachelmann hatte die Wortschöpfung, die seine Frau Miriam erfunden habe, unter anderem in einem »Spiegel«-Interview verwendet. Darin ergänzte er: »Frauen sind immer Opfer, selbst wenn sie Täterinnen wurden.«

2011 - »Döner-Morde«: Dieser Begriff ist für die Mordserie der rechtsextremistischen NSU-Terroristen verwendet worden. Mit der »sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung« würden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt, erklärt die Jury.

2010 - »alternativlos«: Das Wort suggeriere zu Unrecht, dass keine Diskussion mehr notwendig sei.