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Die »Seekuh« bekam Verstärkung

Große Hoffnung für die Bootsbesitzer im Schafwaschener Winkel. Die »Seekuh,« die im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein den »See abgrast« und übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen verhindert, bekam in dieser Woche Verstärkung durch das Mähboot eines privaten Unternehmens.

Das Laichkraut im Schafwaschener Winkel des Chiemsees wächst heuer besonders stark. Besonders betroffen sind die Elektromotorboote, die zwar immer größer und moderner werden, aber trotzdem kurz nach der Hafenausfahrt kapitulieren müssen: Das Laichkraut wickelt sich um die Bootsschraube und legt diese lahm.

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Auch in der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde dieses Thema angesprochen. Bürgermeister Josef Mayer informierte über Klagen von Bootsbesitzern mit Elektromotor. Der Bürgermeister wolle sich daher für einen verstärkten Einsatz der »Seekuh« einsetzen, so seine Aussage im Gremium.

Es gibt jedoch bereits Hoffnung: Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein, das seit vielen Jahren die sogenannte »Seekuh«, eine Spezialmaschine, im Einsatz hat und mit ihr das übermäßige Wachstum von Wasserpflanzen in Grenzen hält, hat in dieser Woche Verstärkung durch ein privates Unternehmen bekommen. Mit dem Mähboot wurde nun speziell der Badestrand bei der Prienmündung und der gemeindliche Hafen in Schafwaschen von Unkraut gesäubert. Außerdem wurde eine Fahrrinne geschaffen, damit die Boote ungehindert auf den Chiemsee hinaus fahren können. Das Unternehmen hat mit seinem Mähboot gegenüber der »Seekuh« einen unbestreitbaren Vorteil: Das Boot kann direkt ans Ufer fahren und das Mähgut mit einem Greifer sofort auf den Lastwagen laden. Bei der Seekuh dagegen muss das Mähgut erst vom Boot zum Ufer transportiert und von dort aus dann entsorgt werden. Die Besonderheit des neuen Mähbootes liegt zudem in der Grundsense, die mit einem Spezialgerät die Wasserpflanzen direkt über Grund abschneidet und auch die meisten Wurzeln entfernt. th