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Die schnelle Verbreitung der West-Nil-Viren über die Erde

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Eine Mücke saugt Blut aus der Haut. Foto: Andreas Lander Foto: dpa

Poing/Erlangen (dpa/lby) - Das West-Nil-Virus hat sich rasch über fast alle Erdteile ausgebreitet. Erstmals wurde es 1937 in der Region West Nil in Uganda nachgewiesen, später in anderen Ländern Afrikas und Asiens. In den 1990er-Jahren schaffte es den Sprung über den Atlantik. Im Sommer 2002 erlebte die USA eine erste größere Epidemie mit über 4000 Erkrankten und 250 Todesfällen.


2018 breitete sich der Erreger ungewöhnlich stark in Europa aus, vor allem im Süden: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC registrierte bislang 1317 Erkrankungen, die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen, da es oft keine oder nur leichte Symptome gibt.

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Besonders viele Fälle gab es in Italien, Griechenland, Rumänien und Ungarn. Das Virus trat aber auch in Deutschlands Nachbarländern Frankreich, Österreich und Tschechien auf. 142 Menschen in der EU starben in diesem Jahr nachweislich am West-Nil-Fieber.

In Deutschland wurde das Virus bis zum aktuellen Fall in Bayern nur bei Reiserückkehrern nachgewiesen - und seit Ende August auch bei Vögeln. Beim Untersuchen eines solchen toten Vogels hat sich nun höchstwahrscheinlich der betroffene Tierarzt infiziert.

ECDC-Daten zu West-Nil-Viren bis 4. Oktober

RKI zu West-Nil-Virus

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