weather-image
22°

»Die Lehrer von morgen werden links liegen gelassen«

3.3
3.3
Bischofswiesen: »Die Lehrer von morgen werden links liegen gelassen« – Lehramtsstudent übt Kritik an Kultusministerium
Bildtext einblenden
Sebastian Koller hofft, im Bezirk Oberbayern als Sonderpädagoge unterrichten zu können. Was allerdings in den kommenden Monaten geschieht, steht in den Sternen. (Foto: privat)

Bischofswiesen – Sebastian Koller ist einer von über tausend angehenden Lehrern, die sauer auf das Kultusministerium sind. Der 26-jährige Bischofswieser steckt derzeit mitten in seinen Prüfungen für das erste Staatsexamen und sollte sich nur auf das Lernen konzentrieren – allerdings grätschte ihm die Corona-Krise dazwischen.


Welche Probleme dadurch für die Lehramtsstudenten entstanden, welche Fehler das Kultusministerium in der Kommunikation mit ihnen gemacht hat und wie es jetzt weitergeht, das berichtet Koller dem »Berchtesgadener Anzeiger«.

Anzeige

Einige der angehenden Lehrkräfte in Bayern haben sich in den vergangenen Wochen zu einer Bewegung zusammengeschlossen, mit dem Titel: »Don't forget your future teachers«, also »Vergesst eure zukünftigen Lehrer nicht«. Dazu gehört auch Sebastian Koller.

Er studiert an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München Lehramt für Sonderpädagogik. Der Bischofswieser hat am 18. März eine Prüfung an der LMU geschrieben. »Ich kam aus dem Prüfungssaal raus und da war schon alles beschlossen.« Er erhielt die Hiobsbotschaft: Corona-Krise. Bayern ergreift weitreichende Maßnahmen. Alle weiteren Prüfungen für das erste Staatsexamen werden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Und das war's vonseiten des Ministeriums. »Niemand hat gewusst, wie es weitergeht.« Sechs Wochen lang hörten die Studenten nichts vom Kultusministerium. Koller und seinen Kommilitonen wird beim ersten Staatsexamen ohnehin viel abverlangt. In wenigen Wochen wird der Stoff des ganzen Studiums abgefragt. »Es erfordert eine monatelange Vorbereitung. Ich selbst hab im November mit dem Lernen begonnen.«

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe (13. Mai) des Berchtesgadener Anzeigers.

Annabelle Voss