weather-image

Die Legende lebt weiter

Berchtesgaden – Eine ehemals großartige Sportveranstaltung nach 36 Jahren Rennpause zum Leben zu erwecken, ist in der heutigen Zeit sicher kein leichtes Unterfangen. Doch dem Automobil-Enthusiasten Joachim Althammer aus Ainring ist es gelungen, den »Internationalen Edelweiß Bergpreis Roßfeld-Berchtesgaden« zu einem ganz großen Erlebnis für die Fahrer mit ihren teilweise sehr seltenen Autos, die Zuschauer, aber auch alle Helfer werden zu lassen.

Joachim Althammer organisierte den »Internationalen Edelweiß-Bergpreis Roßfeld-Berchtesgaden«, der allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird. Foto: Archiv/Wechslinger

Der Roßfeld-Bergpreis begann für die Zuschauer bereits mit der Anfahrt zur Strecke. 20 Busse aus der guten alten Zeit waren unterwegs und brachten an den drei Veranstaltungstagen an die 10 000 Zuschauer zu den interessantesten Streckenteilen. »Man kann sich nicht vorstellen, wie begeistert viele Menschen von diesen alten Bussen gewesen sind. Viele sind nach dem Aussteigen gleich wieder in den nächsten Bus eingestiegen und haben die Fahrten mit den Veteranen der Landstraße so richtig genossen«, erklärte Althammer bei einer Nachbesprechung.

Anzeige

Auf größtes Interesse bei den motorsportbegeisterten Besuchern stieß das Fahrerlager, wo gefachsimpelt werden konnte und die herrlichen Autos aus nächster Nähe bewundert wurden. Größter Star und Zuschauermagnet war natürlich Walter Röhrl, um den stets Hunderte von Menschen waren. Viele wollten ein Foto zusammen mit der Rallye-Legende aus Regensburg.

Viel Andrang herrschte auch im Startbereich, wo die Vorbereitungen beobachtet wurden. Manche Rennwagen hatten eine Lautstärke, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Auch der typische ätherähnliche Geruch hing teilweise in der Luft und ließ Erinnerungen an die 50er- bis 70er-Jahre mit den großartigen Roßfeldrennen aufkommen.

Voll des Lobes für die Veranstaltung waren auch die Rennsporthelden früherer Tage wie Hans Herrmann, Jochen Mass, Karl Wendlinger, Eberhard Mahle oder Leopold Prinz von Bayern, die wie viele andere wiederkommen wollen.

»Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber grundsätzlich bin ich mit dem ersten Mal sehr zufrieden. Im nächsten Jahr wird der dann zweite »Internationale Edelweiß Bergpreis« am Roßfeld stattfinden«, blickt Joachim Althammer schon einmal in die sportliche Zukunft. Dann möchten auch noch andere Fahrer mit ihren automobilen Kostbarkeiten dabei sein, die dieses Mal noch nicht am Start waren. Gut bei den Teilnehmern angekommen sind auch die Gesellschaftsabende Veranstaltungshotel-Hotel »Edelweiß« sowie der Abschlussabend im »Hangar 7« am Salzburger Flughafen.

Die Ergebnisse spielten bei dieser Veranstaltung nur eine sekundäre Rolle, weil es um eine Gleichmäßigkeit in den Läufen ging. Uhren waren verboten. Doch der Sieger hatte einen hübschen Trick parat. Er legte eine CD mit dem Lied »Anton aus Tirol« ein. Und hatte die Zeitangabe auf dem Display stets im Auge. Somit wurde der Veranstalter elegant ausgetrickst. »Dann lassen wir halt im nächsten Jahr Uhren zu«, sagte Althammer.

Probleme hat es laut Veranstalter am Wochenende kaum gegeben. Nur der Crash beim Training von Dieter Quester in der Greger-Kurve war ein kostspieliger »Faux Pax«.

Die Ergebnisse

1. Helmut Petrowitsch (Chevrolet Corvette 1/gleichmäßig bis auf eine Zehntelsekunde, 2. Albert Kröpfl (Lancia Aurelia B 20 GT Da Corsa), 3. Michael Hasch (Ford A Speedster), 12. Gerd Bartels (Alfa Romeo Bertine GT), 14. Leopold Prinz von Bayern (BMW 700 RS), 17. Christian Neunemann (Fiat 500), 30. Hubert Färber (Ford Mustang Shelby GT 500), 32. Günter Hansmann (Porsche 356 Speedster), 60. Walter Röhrl (Audi Sport Quattro E 2 Pikes Peak), 63. Kurt Brixner (Spyder 1). Christian Wechslinger