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Immer weniger Jugendliche streben einen Beruf im Hotel- und Gastgewerbe an – Hochwertige Ausbildung notwendig

Die Lage im Gastgewerbe ist »besorgniserregend«

Dem Trend entgegen wirken und wieder mehr Jugendliche im Chiemgau für eine Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe begeistern – dieses Ziel hat sich ein neu ins Leben gerufener Arbeitskreis gesetzt. Er besteht aus den Partnern in der dualen Berufsausbildung und der Arbeitsagentur Traunstein. Die Lage ist »besorgniserregend«, erklärte der Ruhpoldinger Marcus Eismann, Ausbildungsbotschafter im Bereich Hotellerie und Gastronomie, bei einem ersten Treffen.

Statt für einen Beruf im Hotel- oder Gastgewerbe zieht es immer mehr Jugendliche in die Industrie. Ein neu gegründeter Arbeitskreis will dem Trend entgegen wirken.

Der Trend der letzten Jahre, dass immer weniger Jugendliche einen Beruf im Hotel- und Gastgewerbe anstreben, habe sich laut Eismann auch heuer fortgesetzt. Der Drang der Jugendlichen in die Industrie-Berufe habe neben der demographischen Entwicklung zu einem für die Region besorgniserregenden Zustand geführt.

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Die Teilnehmer des Arbeitskreises – Vertreter der IHK, der Berufsschule Traunstein, der Ausbildungsberatungsstelle Traunstein und der Kreisstelle des Hotel- und Gaststättenverbandes – waren sich einig, dass nur eine qualitativ hochwertige Ausbildung die Zukunft der Branche sichern kann. »Der Mangel an Auszubildenden in der Hotellerie und Gastronomie in Bayern, so auch im Chiemgau, fordert dringend unser Handeln «, so Eismann, der aus der Branche kommt und das Alpenhotel Wittelsbach in Ruhpolding führt.

Gemeinsam wollen die Arbeitskreis-Teilnehmer nun die duale Ausbildung verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Betrieben, der Berufsschule und der IHK transparenter und effizienter gestalten. So soll der Berufsverband künftig den Mitgliedsbetrieben mehr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch bei wichtigen Abläufen und Veranstaltungen wird eine stärkere Kooperation angestrebt.

Verstärkt werden soll auch die Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen. »Der Tourismus soll den Schülern als wichtigster Wirtschaftszweig in unserer Heimat mit all seinen Facetten und Chancen verstärkt näher gebracht werden«, erklärte Peter Stocker, Traunsteiner Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes.