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»Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl«

Traunreut. Das neue Haus für Kinder der Jugendsiedlung wurde rechtzeitig zum Beginn des neuen Kindergartenjahres fertig. Nun fand die offizielle Einweihung des Hauses verbunden mit einem bunten Nachmittag für Kinder, Eltern und Besucher statt.

Die Kindergarten- und Krippenkinder sangen und tanzten bei der Einweihung. (Foto: Mix)

Georg Mehler, Vorsitzender der Jugendsiedlung Traunreut, zeigte sich bei der Einweihung erfreut, dass der Bau in so kurzer Zeit realisiert und pünktlich eröffnet werden konnte. »Das war wahrlich eine Punktlandung«, sagte er. Die Vorgabe an den Architekten, dass in dem Haus vor allem Licht, Raum und Natur vorherrschen sollten, sei hervorragend umgesetzt worden. »Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl«, betonte Mehler.

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Die Räume sind großzügig ausgelegt und erstrecken sich nach Angaben des Vorsitzenden auf 160 Prozent der eigentlich für diese Anzahl von Kindern benötigten Fläche. Erfreulich sei auch, dass der angesetzte Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro um rund zehn Prozent unterschritten werden konnte. Wie schon bei der Einweihung des benachbarten Seniorenwohnheims Pur Vital hob Georg Mehler auch bei der Einweihung des Hauses für Kinder die gelungene Nachbarschaft und Verbindung der Generationen hervor. Er erklärte: »Wir wollen hier nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben.«

Das Haus für Kinder, in dem im Erdgeschoß zwei Kindergartengruppen je 25 Kinder und im oberen Stockwerk drei Krippengruppen je zwölf Kinder Platz haben, ist bereits zu 60 Prozent belegt.

Bürgermeister Franz Parzinger hob in seinem Grußwort hervor, dass die Stadt Traunreut mit dem Haus für Kinder und der erst kürzlich eröffneten zweiten Kinderkrippe nun die gesetzlichen Vorgaben voll erfülle und momentan im Platzangebot für Krippenkinder noch etwas Luft nach oben habe. Die Stadt bezuschusst nach den Worten des Bürgermeisters den laufenden Betrieb aller Kindertagesstätten im Stadtgebiet mit jährlich 1,5 Millionen Euro und auch beim Bau des Hauses für Kinder leistete die Stadt einen erheblichen Anteil. Am neuen Haus für Kinder sei besonders praktisch, dass die Kinder von klein an bis zum Schuleintritt im gleichen Haus betreut werden können und nicht nach der Krippe in einen anderen Kindergarten wechseln müssen.

Der katholische Pfarrer Thomas Tauchert und die evangelische Pfarrerin Betina Heckner gaben dem Haus und allen Menschen, die dort ein- und ausgehen, den kirchlichen Segen. Betina Heckner führte aus, dass die Erwachsenen von den Kindern lernen könnten, was Neugierde, Offenheit, verspielt sein und grenzenloses Vertrauen angehe. Besonders hob sie den integrativen Charakter der neuen Einrichtung hervor, in der »kleine und große sowie Kinder mit und ohne Behinderung« gemeinsam im Sinne der Inklusion betreut werden. Architekt Thomas Bachmayer überreichte Georg Mehler einen symbolischen Schlüssel aus Kuchenteig für das neue Haus.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich alle Besucher im Haus umsehen. Kindergarten- und Krippenkinder zeigten in kleinen Aufführungen, was sie schon gelernt haben. mix