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Die Hoffnung lebt weiter

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Toni Angerer leistete viel Aufbauarbeit, blieb aber trotz guter Möglichkeiten ohne Torerfolg. (Foto: Heger)

Mit einem 4:1-Erfolg im Sechspunktespiel gegen Verfolger WSC Bayerisch Gmain wahrte die SG Scheffau-Schellenberg ihre Chance auf den Titelgewinn und den Aufstieg. Die Gäste aus Bayerisch Gmain zählen von jeher zu den unangenehmen Gegnern, die schwer einzuschätzen sind und immer wieder für Überraschungen sorgen. Das Ergebnis gewinnt zudem an Wert, wenn man die Energieleistung der SG nach dem schnellen Rückstand betrachtet. Fast 100 Zuschauer verfolgten das gelungene Spiel der SG Scheffau-Schellenberg.


Die wichtige Begegnung begann mit einem Schock für die SG Scheffau-Schellenberg, denn Bayerisch Gmain ging bereits in der zweiten Minute durch Fabian Ermeier in Führung. Der Tabellenführer steckte den Treffer jedoch emotionslos weg und ging sofort zu Gegenangriffen über. Bereits gut eine Minute nach dem frühen Rückstand köpfte Stefan Koppenleitner nach einer Flanke von Markus Brandner zum Ausgleich ein. Dieser wichtige Gegentreffer mobilisierte die Angriffslust der Eder-Elf, die sich den starken Gmainern vehement entgegenstemmte. Die leichte Feldüberlegenheit drückte sich in guten Möglichkeiten durch Koppenleitner, Brandner und Markus Lenz aus, die jedoch den Ball zunächst nicht im gegnerischen Tor unterbrachten.

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Die von Gert Müller gut organisierte Abwehr ließ wenig zu und wenn doch einmal ein Schuss durchkam, war da noch Schlussmann Hermann Eder. So in der 40. Minute, als Eder einen raffiniert gezirkelten Freistoß zur Ecke abwehrte.

Nach der Pause verzettelten sich die Gäste immer mehr, was den Platzherren gute Möglichkeiten eröffnete. So in der 47. Minute, als Brandner nach einem mustergültig vorgetragenen Angriff eine Topchance versiebte. Beim nächsten Versuch machte es das Trio Ben Gericke, Brandner und Koppenleitner besser, als der Schütze des Ausgleichstreffers auch das 2:1 (48.) markierte.

Im Gegenzug hatten die Platzherren Glück, dass der eingewechselte Patrick Schönherr einen weiten Abschlag nicht unter Kontrolle brachte und den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Danach versuchten sich Lenz und Gericke mit Schüssen aus der zweiten Reihe, die aber ihr Ziel verfehlten.

In der Folge sorgten Stefan Plenk und Maximilian Schuster mit Freistößen für Gefahr, doch Gästekeeper Alexander Stüber zeigte mehrmals sein Können. Man hatte den Eindruck, dass sich die Mannschaften zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Ergebnis abgefunden hatten, als sich plötzlich Marc Alpiger in der 78. Minute an der Strafraumgrenze energisch durchsetzte und mit einem knallharten Schuss links neben den Pfosten das erlösende 3:1 erzielte. Danach kam Brandner zu einer klaren Torchance und Lenz knallte den Ball knapp über die Latte. Nachdem Eder in der Schlussphase einen Freistoß sicher abfing und den Ball weit abschlug, überlistete Koppenleitner den Gästekeeper mit einem gefühlvollen Heber zum 4:1-Endstand.

Spieltrainer Eder fand nach dem wichtigen Sieg lobende Worte für die Mannschaft, die mit großer Moral und dem nötigen Einsatz gegen einen unbequemen Gegner drei wertvolle Punkte im Kampf um die Tabellenspitze errungen hat.

Auch Pressesprecher Franz Heger war voll des Lobes für seine Mannschaft. Allerdings monierte Heger die schwache Chancenauswertung. »Glück hatten wir mit Schiedsrichter Josef Sollacher von der DJK Kammer, der die Begegnung trotz vieler verbaler Attacken der Bayerisch Gmainer Spieler mit Ruhe und Übersicht leitete«, analysierte Heger.

SG Scheffau-Schellenberg: Eder; Müller, Plenk, Schuster, Reitsamer, Anfang, Angerer, Lenz, Gericke, Brandner, Koppenleitner, Alpiger, Hinterwimmer, Walch, Lindner. Christian Wechslinger