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Die »Doppelspitze« setzt ihre Arbeit fort

Bischofswiesen - Höhepunkt der Jahreshauptversammlung des FC Bischofswiesen im Gasthaus »Winkl-Stube« waren die von Bürgermeister Toni Altkofer durchgeführten Neuwahlen. Aus ihnen ging wiederum die bewährte FCB-Doppelspitze um Athanassios Moralis und Werner Schwab hervor. Franz Förg appellierte an die Versammlung, sich für verwaiste Ämter zur Verfügung zu stellen, sonst sehe es schon bald einmal schlecht für den FC Bischofswiesen aus. Doch der Appell blieb unerhört.

Schriftführer Rupert Plenk sprach in seiner letzten Amtshandlung von einem fußballerisch durchwachsenen Jahr, obgleich der FC Bischofswiesen natürlich auch die am höchsten spielende Berchtesgadener Mannschaft stellte. »Mit unseren bescheidenen Mitteln haben wir viel erreicht«, teilte Plenk der Versammlung mit. Im Weiteren sprach der Schriftführer von sinkenden Mitgliederzahlen von 440 auf 406 Personen.

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Akribisch listete Kassier Hans Fischer die finanzielle Situation auf, die einen kleinen Verlust bei jedoch höheren Investitionen in die einzelnen Mannschaftsbereiche erbracht habe. »Dann war es ideell kein Verlust«, erkannte der Finanzfachmann, der im Weiteren den Sponsoren, dem Förderverein, dem Landratsamt und der eigenen Gemeinde für die finanziellen Zuwendungen dankte. Aber auch Christa Moderegger wurde nicht vergessen, die als Kioskbetreiberin eine sehr erkleckliche Summe für den FCB eingenommen hat. Wer etwas einnimmt, der muss darüber auch Rechenschaft abliefern. Dafür galt der FCB-Dank Petra Schwab und Hannes Schneider, die sich um die Abrechnung des Zahlenwerks kümmern.

Die Kassenprüfer Peter Moderegger und Karl Swoboda lobten die perfekte Arbeit von Hans Fischer: »Es ist eine Freude, diese Kasse zu prüfen«.

Dankesworte richtete auch der scheidende Jugendleiter Andreas Maltan an seine Trainer, Eltern, Helfer und natürlich den Club. Es laufe im Nachwuchsbereich immer noch alles gut, gleichwohl müssten sich ganz einfach mehr Menschen ins Vereinsleben einbringen, fordert Maltan.

Vorstand Athanassios Moralis sprach von einer neuerlich erfolgreichen Saison des FC Bischofswiesen. Unterstützt durch drei A-Juniorenspieler, habe man auch im vierten Jahr die Eliteliga der Region erhalten. Mit Freude erwähnte Moralis das neue Kassenhäuschen am Allwetterplatz und die neue Flutlichtanlage, die in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde installiert wurde.

Moralis ging sodann auf weitere Vereinsbelange ein. So habe man wieder eine schlagkräftige Vorstandschaft aufgestellt und ein glänzendes Sonnwendfest »auf Sahara« durchgeführt. Es gab aber auch negative Meldungen. So konnte man den früher so erfolgreichen Sportlerball nicht mehr durchführen, weil das Interesse dafür fehle.

»Für die zahlreichen Einzelaufgaben benötigen wir Leute, welche die anfallenden Arbeiten erledigen. Die Vorstandschaft alleine ist nicht in der Lage, dies zu lösen. Ich appelliere an alle, gewisse Arbeiten zu übernehmen«, so der Vorstand. Gleiches verlangte das langjährige Vorstandsmitglied Franz Förg: »Ihr alle habt viele Jahre vom Verein profitiert, jetzt seid ihr an der Reihe, etwas zurückzugeben«, lautete der Appell Förgs an die Versammlung.

Für die Neuwahlen hatte die Vorstandschaft ihren Bürgermeister als Wahlleiter auserkoren. Als profunde Wahlhelfer standen ihm Ali Damböck und Reini Pöpperl zur Seite. Wie nicht anders zu erwarten, bilden Werner Schwab und Athanassios Moralis auch in den nächsten drei Jahren die Doppelspitze des FC Bischofswiesen.

Michael Grötzner zeichnet für den Trainings- und Spielbetrieb verantwortlich. Als neuer Jugendleiter freut sich Markus Huber auf seinen neuen Aufgabenbereich. Den Bereich Verwaltung versieht weiterhin in bewährter Art und Weise Hans Fischer. Werner Schwab zeichnet neben seiner Vorstandstätigkeit auch für den Bereich Liegenschaften verantwortlich.

Abschließend lobte Bürgermeister Toni Altkofer den FC Bischofswiesen als ein Aushängeschild im Gemeindeleben. Die Vereinsführung sei geradezu vorzeigewürdig, so das Gemeindeoberhaupt, der die Bedeutung einer zeitgerechten Jugendarbeit bekräftigte.

Erste Aufgabe der neuen und alten Vorstände war die Ehrung langjähriger Mitglieder. So gehören Nico Böttger und Stefan Kroll dem FCB seit einem Vierteljahrhundert an. Auf 40 Jahre blicken Andreas Richter und Vassilios Moralis zurück. Ex-Vorstand Werner Böttger und Beppo Überall blicken auf ein halbes Jahrhundert im Club zurück. Herbert Koziar und Helmut Jelinek schließlich halten dem FCB schon seit 60 Jahren die Treue.

Nachdem Werner Böttger einen Dank an Trainer Michael Brandner vermisst hatte, erinnerte Vorstand Moralis daran, wie gerne er beim Fußballlehrer aus Berchtesgaden trainiere. »Michael bietet uns jede Woche neue Varianten, das Training ist nie langweilig, ich gehe sehr gerne hin«. cw